Lesermeinung

Zum SchwäPo-Artikel vom 19. Mai „Spiesel: Stadt zieht Notbremse“

Seit unser Spieselbad im Jahre 1958 eröffnet wurde, gilt es als schönstes Bad im Ostalbkreis und das soll es auch bleiben. Im März 2017 wurde die Abstimmung Sanierung Spieselbad mit drei unterschiedlichen Varianten durchgeführt. Gebäude mit Sicheldach. Standort links oder rechts. Konzertmuschel, Breitrutsche und sonstigen Luxus. Dass dieses alles viel Geld kostet, ist logisch. Dieser jetzige Standort wurde 1958 bewusst ausgesucht und macht bis heute den einmaligen Charme unseres Bades aus. Natürlich kann man von einem größeren, schöneren und modernen Bad träumen, aber die Realität hat uns eingeholt. Eine Million Euro Mehrkosten – da kann man nur den Kopf schütteln. Was sind denn das für Planungsbüros?

Wir müssen den Mut aufbringen und trotz der bereits entstandenen Fachplanungskosten noch einmal die ganze Sache auf den Anfang setzen. Man reißt auch im Privatleben kein Haus ab, wenn man sich einen Neubau nicht leisten kann.

Aber man kann eine Kernsanierung machen und somit alles modernisieren, technisch auf den neuesten Stand bringen und eventuell im alten Gemäuer noch etwas Luxus unterbringen.

Unser Gemeinderat sollte sich einmal das Schwimmbad in Nonnenhorn am Bodensee anschauen. Das Gebäude ist nicht größer als unseres und beinhaltet doch einen gewissen Luxus.

Gewiss ist die Wellenrutsche eine Bereicherung für unsere Kinder, aber 170 000 Euro ist ein teurer Spaß wenn man kein Geld hat. Auch für das Problem Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl gibt es eine sehr einfache und billige Lösung. Man kann eine Klingel am unterem Eingang wie am Kressbachsee anbringen. Das Tor wird geöffnet. Es ist auch im Moment eine Tatsache, dass die Firmen auf Grund des Baubooms bei allen Projekten ordentlich verdienen möchten.

Lieber Gemeinderat, überlegt es euch noch einmal genau, aber mit 3,5 Millionen Euro sollte man unser Schwimmbad doch super modernisieren können und vor allem seinen jetzigen Standort und seinen Charme erhalten können.

© Gmünder Tagespost 22.05.2018 17:57
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