Lesermeinung

Zum Thema DFB-Pokalfinale:

Das Pokalfinale zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München in Berlin wurde auf dem Spielfeld sportlich ausgetragen, mit einem nicht unverdienten Sieger Eintracht Frankfurt. Dass nach dem Schlusspfiff die Spieler der Millionärs-Truppe FC Bayern schnurstracks das Spielfeld verlassen hatten und die Katakomben, sprich Kabinen verschwanden, war und ist schäbig unsportlich und höchst charakterlos.

Denn seit der Antike ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass der oder die Verlierer dem Sieger die Hand reichten und in der Kampf-Arena sprich Spielfeld verweilten bis die Sieges-Trophäe in diesem Fall der Sieger-Pokal überreicht wurde. Man muss und darf sich wohl auch fragen, wo blieben die mächtigen Bayern-Bosse Hoeneß, Rummenigge oder Salihamidzic und ihr verantwortbares Einwirken auf die Bayern-Spieler zur Teilnahme an der Siegesfeier? Ja, auch sie haben bewusst oder unbewusst kläglich und unverantwortlich versagt. Das Fehlen der Avantgarde-Millionäre und ihren Spieler ist sportlich ein unverzeihlicher Affront und durch nichts zu rechtfertigen. Denn wie sollen Jugendtrainer und Betreuer auf das sportliche Fairplay Verhalten von Jugendspieler hinweisen und einwirken, wenn es die hoch bezahlten Vorzeigeprofis und Nationalspieler nicht vorleben? Die gierigen Titelaspiranten von Bayern München haben sich jedenfalls sportlich mit diesem Berlin-Akt selbst ins Abseits geballert.

© Gmünder Tagespost 29.05.2018 19:12
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