Lesermeinung

Zum Thema „Friedensbewegung und Ostermärsche gegen atomare Aufrüstung“:

„Es ist enttäuschend, dass sich den dezentralen Ostermärschen nur eine geringe Anzahl, überwiegend ältere Teilnehmer, angeschlossen hatten und ihren Protest gegen atomare Aufrüstung, Urananreicherung und das neue Bundeswehrmandat zum Ausdruck brachten. In den Jahren 1986 und 1987 hatten sich noch drei- bis vierhunderttausend Menschen an den ethisch-pazifistischen Ostermärschen beteiligt. Die älteren Teilnehmer erinnerten sich an die Warnung und Vision des früheren US-Präsidenten Dwight Eisenhower, die er vor den Vereinten Nationen vortrug. Er sagte aus, da das Wissen um die Konstruktion einer Atombombe an rivalisierende Mächte gelangt ist, eine UNO-Organisation zu schaffen ist, die gewährleistet, dass die Technologie nicht für militärische Zwecke verwendet wird. Es sei an der Zeit, dass das spaltbare Material nur den friedfertigen Tätigkeiten des Menschen in der Medizin, Landwirtschaft und anderen Bereichen zur Anwendung kommt. Es ist zu verurteilen, dass die Bundeswehr das Mandat angenommen hat, im Auftrag der NATO künftig internationale Militäreinsätze und in Folge Hilfseinsätze zu planen und die Umsetzung am Standort Ulm zu organisieren. Mein Wunsch ist, dass die Jugend sich stärker in der Politik engagiert und Einfluss auf die Befriedung von Konflikten ohne Einsatz von Waffen durch Teilnahme in der Friedensbewegung nimmt.“

© Gmünder Tagespost 12.04.2018 21:33
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