Lesermeinung

Zum Thema Kampfhunde:

Das Thema “Kampfhund“ wird durch zwei Vorfälle der letzten Woche in den Medien breit getreten und schwer diskutiert. Ich, als Halter zweier „Staffordshire Bullterrier“, könnte platzen, wenn ich diese Artikel lese oder Beiträge darüber sehe. Kein Hund kommt böse oder aggressiv auf die Welt, so wenig wie Kinder dies tun!

Man sollte sich als Halter darüber im Klaren sein, wozu der Hund „dienen“ soll und welches die passende Rasse ist. Ebenso sollte man sich im Voraus darüber informieren, was typisch für eine Rasse ist, welche Anforderungen der Hund auch an den Besitzer hat. Ein Staffordshire Bullterrier will beschäftigt werden, er will „arbeiten“ und braucht genügend Auslauf! Das ist kein Schoßhündchen, den ich den ganzen Tag in der Wohnung halte und für 15 Minuten Gassi führe.

Bei Kindern sagt man gerne: So wie du sie ziehst – so hast du sie. So auch bei einem Hund. Egal welche Rasse. Ein gut sozialisierter Hund, der mit Liebe, Konsequenz und Regeln erzogen wird und in das alltägliche Leben integriert ist, wird dein treuester Freund sein!

Den meisten lege ich ans Herz, sich erst einmal darüber zu informieren, woher der Begriff „Kampfhund“ stammt, obwohl ich dieses Wort verabscheue! Und ich kann versichern, es kommt nicht daher, weil diese Hunde generell gerne Menschen beißen! Es wird immer nur über Listenhunde berichtet, dass aber die Bissquote eines Schäferhundes deutlich höher liegt, interessiert keinen, da wir uns durch die Medien leiten lassen und viele einfach keine Ahnung haben – aber mitreden, wenn es um „Kampfhunde“ geht!!

© Gmünder Tagespost 12.04.2018 16:07
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