Lesermeinung

Zum Thema Zeiselberg, Hallenbad und Remsstrand:

„Es ist die uns Bürgerinnen und Bürgern nun schon vertraute Methode: Die Stadtspitze von Schwäbisch Gmünd trifft (Vor-)Entscheidungen im Alleingang und wundert sich dann über die Reaktionen der Betroffenen. Da wird behauptet, dass das geplante Hallenbad nur mit Hilfe von Investoren finanziert werden könne und dies keineswegs ein ÖPP-Projekt sei; da werden auf dem Zeiselberg Bäume beschädigt, die dann natürlich gefällt werden müssen; da werden Anwohner des Zeiselbergs in öffentlicher Sitzung vorgeführt und später wundert sich OB Arnold, wenn diese von ihrem Recht zu klagen Gebrauch machen; da wird der Remsstrand, der zur Landesgartenschau mit erheblichen Steuermitteln angelegt wurde, ohne Ausschreibung und ohne Information des Gmünder Gemeinderats an einen privaten Unternehmer verpachtet … Gleichzeitig spricht OB Arnold auf der Hauptversammlung des Gmünder Stadtverbandes Sport von einer ‘Welt der Egoismen …, von Teilen der Bevölkerung wehe der Verwaltung kräftig Wind entgegen.’ Welch erstaunliche Entwicklung angesichts der permanenten Alleingänge unseres Oberbürgermeisters! Wer hätte denn gedacht, dass wir Bürgerinnen und Bürger in manchen Punkten andere Vorstellungen als der OB haben? Dies dann als Egoismus zu verurteilen und süffisant damit zu drohen, dass die Bauarbeiten am Zeiselberg auch eingestellt werden könnten, ist einerseits eine Verdrehung der Tatsachen und andererseits eine, wenn sie ernst gemeint ist, ungeheuerliche Provokation. Wer zündelt, darf sich nicht darüber wundern, wenn es brennt!“

© Gmünder Tagespost 06.06.2018 21:47
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Kommentare

Edgar Kuchelmeister

Also ehrlich gesagt hab ich da auch Bauchweh, wenn ich sehe wie das läuft. Zeiselberg sanieren: OK! Die Infrastruktur für die bislang ja schon funktionierende Bewirtung auf dem Zeiselberg verbessern: auch OK! Aber wie die ganze Aktion durchgezogen wird: Nicht OK!

So wie Stadtverwaltung und Investor das vorab schon geplant haben wird es durchgezogen, BASTA! Dort werden rigeros Fakten geschaffen. Ich habe nicht das Gefühl, dass irgendwie Rücksicht auf Einwände genommen wird, obwohl das behauptet wird.

Der Remsstrand wird scheinbar ohne Ausschreibung an einen Betreiber verpachtet: Nicht OK!

Die Verwaltung kann doch nicht mit öffentlichen!!! Projekten so nach Gutsherrenart umgehen. Sicherlich gibt es irgendwo immer Querköpfe, die gegen alles sind und Projekte behindern. Aber man kann doch nicht so tun als wären alle Gegner grundsätzlich im Unrecht.

So geht das nicht! Wo ich bei der Umgestaltung der Stadt zur Landesgartenschau noch Bewunderung empfunden habe, werde ich mir bei kommender Kommunal- und Bürgermeisterwahl doch genau anschauen, wer zu den "Durchwinkern" gehört hat und wer zu den "Hinhörern"!

Bis dahin wurden ja aber schon die Fakten geschaffen und die Erde verbrannt! Es muss dringend mehr Bürgerbeteiligung in diese Demokratie eingebaut werden!