Smart-Homes gar nicht smart

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Ein Kühlschrank, der von sich aus Pizza und Milch nachbestellt, ist eher Firlefanz und sicher nicht das erste Ziel einer menschennahen Unterstützung im Haus der Zukunft. Eine E-Mail auf das Handy zu bekommen, wenn es regnet, ist sicher auch nicht sehr smart. Was heute als „smart-home“ bezeichnet wird, ist den Namen nicht wert.

Wenn aktuell ein Unternehmer smarthome-Funktionalität verspricht, kann er diese Leistung, wenn man es im Kern der Sache sieht, nicht erbringen. Viel eher kann man von unterstützenden Systemen sprechen. Beispielsweise fahren nach Sonnenuntergang die Rollläden selbstständig runter, schaltet sich das Licht ein in dem Raum, in dem man sich gerade aufhält und es verriegelt sich um 22 Uhr die Haustür.

Gut wäre es dann aber auch, wenn im Brandfall ein Rauchmelder anspricht und dass automatisch Orientierungslicht im ganzen Haus angeht, die Rollläden hochfahren, sich die Haustür entriegelt und somit Fluchtwege frei sind. Ein simples Szenario und es sollte eigentlich gesetzliche Mindestausstattung. Smart sollten sich erst Architekten, Planer, Gebäudeverantwortliche und Elektriker machen, bevor es Bauwerke sein können.

© Gmünder Tagespost 05.04.2018 18:44
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