Lesermeinung

Zur Demo in Gmünd:

Am Samstag, 10. März, wollte ich mit meiner Familie an der Kundgebung gegen den Krieg in Afrin teilnehmen. In diesem Falle hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestages Zweifel an der Rechtmäßigkeit des türkischen Angriffes. Des weiteren ist zu lesen, dass „ein Selbstverteidigungsrecht der Türkei nicht zweifelsfrei zu klären ist“. Und gegen eben diese Offensive richtete sich die Kundgebung. Als die Kundgebung begann, war die Stimmung meines Erachtens nach gut, es versammelten sich zahlreiche Menschen kurdischer, türkischer, deutscher und auch italienischer Herkunft. Nach einigen Minuten rotteten sich immer mehr türkische Männer zusammen und fingen an, in Richtung der Kundgebung zu provozieren und zu drohen. Das ging soweit, dass sowohl meine Frau als auch eine andere Mutter wegen der Kinder aus Angst die Kundgebung verließen. Noch mal einige Zeit später versuchte eine Gruppe von circa 10 bis 15 türkischen Männern, die Kundgebung von der Ostseite des Marktplatzes anzugreifen. Dies wurde aber durch die Polizei und/oder den Ordnungsdienst verhindert (...). Etwa ein Drittel bis die Hälfte der „Gegendemonstranten“ zeigte den sogenannten „Wolfsgruß“. (...) Es macht mich sprachlos, dass Menschen, die ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen wollten, auf dieses verzichtet haben. Aus Angst (...).

© Gmünder Tagespost 18.03.2018 18:24
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