Lesermeinung

Zur Diskussion über die Reduzierung von Plastikmüll

„Über den Sinn, ausgerechnet bei Wattestäbchen oder Trinkhalmen zu beginnen, möchte ich mich hier nicht äußern. Wegwerfverpackungen aus verrottbarem Material herzustellen, halte ich für eine gute Marschrichtung, umso mehr, weil angeblich nicht einmal die GOA weiß, was mit dem sorgfältig sortierten Material letztendlich geschieht. Vielleicht schwimmt meine leere Sonnenmilchflasche bald an Hawaii vorbei?

Bis alles umgestellt ist, werde ich wahrscheinlich nicht mehr erleben, aber eines vielleicht doch: Dass viele Mitbürger nicht an jeder Stelle alles fallen lassen, was sie entsorgen wollen. Zumindest glaube ich, dass zumindest diejenigen - auch die zahlreichen jungen Leute - die an einer Landschaftsputzete teilnehmen, davon ausgenommen werden können. Aber auch meiner Wenigkeit, meinen Kindern samt den Enkeln käme es nicht in den Sinn, auch nur ein Bonbonlespapier in der Landschaft oder gar im Meer zu hinterlassen. Hier ist ein Umdenken mittels elterlicher Erziehung wesentlich gefragt, weil das nicht nur von Lehrern geleistet werden kann. Das gehört zum Thema unbedingt dazu und sollte mehr ins Bewusstsein rücken.

Bis das aber soweit ist, muss entsprechendes Aufsichtspersonal eingestellt werden. Bei Strafen wie in Singapur, wo Müllsünder zwischen 2000 und 10 000 Dollar zahlen müssen, je nachdem, zum wievielten Mal sie ertappt werden, amortisiert sich jeder Personalaufwand innerhalb von Tagen.“

© Gmünder Tagespost 03.06.2018 18:20
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