Lesermeinung

Zur Diskussion um den Zeiselberg

Ich wohnte in den 60-er/70-er Jahren unterm Zeiselberg – mit Vandalismus auf dem Berg, Sträucherwildwuchs, herunterfallende Äste, verbunden mit immer größerer Müllablage. Ich freue mich auf einen neuen, kultiviert angelegten Zeiselberg - denn die Gmünder Stadtgärtner sind bekannt kreativ! Sechs Jahrzehnte erlebte Stadtgeschichte: Der Prediger (viel zu teuer), der Neubau Stadtgarten (zu groß - heute erweitert), durch die Bocksgasse fuhr der Linienbus (trotzdem Aufstand gegen Fußgängerzonen), in neuerer Zeit der Stadtumbau Josefsbach (Abholzung alter Bäume, jedoch mehrfache Neupflanzungen), Villa Hirzel (der Runde Saal total unpassend in dem Stadtgarten), Forum Gold und Silber (zu hoch: heute neues Wahrzeichen), Hotel am Remspark (viel zu hoch, Schatten auf dem Omnibusbahnhof – heute Gaststätte mit Gmünd-Rundblick) und jetzt aktuell: Der Zeiselberg ... Einige Anlieger stören sich wegen der Größe der Gastronomie. Das gemütliche „Berggasthaus“ baut der Investor wegen einer nachträglich erfolgten „Wirtschaftlichkeitsberechnung“ nicht - wer investiert schon eine Million ohne Aussicht auf eine spätere Rendite? Und eine bewohnte Immobilie ist gegen Vandalismus und Einbruch stets sicherer. Meine Empfehlung: Die Köpfe bei einem Glas Bier (es geht auch alkoholfrei) zusammenzustecken, die bestmögliche Lösung ausloten. Den Anliegern in der Oberen Zeiselbergstrasse sagte ich bereits: Ich lade auf eine „kühle Halbe“ zur Eröffnung auf dem Zeiselberg ein. Streitet doch nicht weiter, freut euch doch auf sonnige Zeiselbergtage ab 2019!

© Gmünder Tagespost 05.04.2018 20:50
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