Lesermeinung

Zur Politik gegenüber Erdogan:

Seit Monaten läuft der türkische Staatspräsident R.T. Erdogan Amok gegen die Bundesrepublik. So sitzen über 55 deutsche Staatsbürger weder nachvollziehbar noch rechtlich vermittelbar ohne Klagebegründung, und einer Chance auf Freilassung, gegenwärtig in türkischen Gefängnissen.

Der Bundesregierung und ihren Parlamentariern wirft Erdogan wiederholt Nazi-Methoden vor, stuft Deutschland als Hafen und Auffangbecken für Terroristen ein und gibt vor Kurzem den Marschbefehl heraus, wen die Deutsch-Türken bei der Bundestagswahl wählen beziehungsweise nicht wählen sollen.

Vor diesem Hintergrund ist es völlig unbegreiflich, dass die Spitzenkandidatin der CDU und Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Schneckenhaus sitzt und über ihren Regierungssprecher verkünden ließ, sie erwäge eine schärfere Politik gegenüber der Türkei und ihrem Staatspräsidenten Erdogan und sie werde ihre Türkeipolitik vielleicht weiter überdenken.

Wenn die Milliarden Euro überwiesene Heranführungshilfe an die Türkei nachweislich völlig wirkungslos blieb, so ist diese Hilfe sofort einzufrieren. Auch die Doppelpass-Regeln soll die Bundesregierung rückgängig machen, weil ein Leben in Doppelwelten mithin ein Hindernis für eine erfolgreiche Integration ist. Und die Visafreiheit für türkische Staatsbürger soll man auf unbestimmte Zeit im Abstellordner lassen. Nachdem von dem autokratischen türkischen Staatspräsidenten R.T. Erdogan keine Einsicht und staatsmännische Vernunft zu erwarten ist, ist spürbares Handeln längst überfällig.

© Gmünder Tagespost 11.09.2017 19:47
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