Reaktion aus Verzweiflung

Zur Razzia in der LEA

Die Vorkommnisse in der LEA Ellwangen geben sicher Anlass zu Forderungen nach schnellerer Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern und weiterer Verschärfung der Asylgesetzgebung. Ist das der richtige Weg? Außer Frage steht: Die Rechtsstaatlichkeit muss gewahrt bleiben. Aber warum geschieht so etwas? Ist es richtig, dass ein Teil der Weltbevölkerung dem Rest unserer Mitmenschen, die um ihr Leben bangen, den Zugang hierher verwehren, damit sie erst gar nicht um Hilfe bitten können? Für die, die es dann doch nach Europa geschafft haben, beginnt der Kampf ums Bleiberecht, der oft schon verloren ist, wenn man aus dem falschen Land kommt. Diese Menschen verbleiben dann in Aufnahmeeinrichtungen, sie werden im Rahmen der Dublinverordnung wie Stückvieh in Europa umverteilt oder ins Herkunftsland zurückverfrachtet, aus dem sie aus Existenzangst geflohen sind. Diese Menschen reagieren in ihrer Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit wie es in Ellwangen geschah. Stellen wir uns dieser Herausforderung unserer Zeit - aus Menschlichkeit.

© Gmünder Tagespost 04.05.2018 20:31
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Kommentare

Perer Schlaak

Hallo Hr. Schöffler !

Gleich zu Anfang .... Wahrscheinlich sind die meisten Menschen dafür dass Menschen  die aus Hunger , Verfolgung flüchten sind in Lebensgefahr geholfen wird ....             Was sich aber in der LEA abgespielt hat kann auch mit größtes Verständnis für Flüchtlinge nicht toleriert , akzeptiert werden. Angriffe auf die Polizei, Drogenfunde , Diebesgut , " höhere " Geldbeträge  !  Hierzu habe ich in Ihrem Leserbrief nicht's gefunden. Ich denke dass Mann kein Unmensch ist wenn solche Zustände nicht geduldet werden ..... Als " Flüchtling " kann man auch hier nicht kriminell sein -werden ?  Da fehlt mir das " Verständnis " ...