Urlaubsspuren beseitigen

Wohnen Reisen hinterlassen Schmutz auf Schuhen, Kleidung und Rucksäcken: So werden Bikini und Co. wieder sauber.
  • Foto: Franziska Gabbert/dpa-mag

Pullover, T-Shirts und Jeans zu reinigen, macht wenig Probleme. Aber was ist mit dem Bikini oder dem Reiserucksack? Der Sommer und die Feriensaison bringen ein paar Spezialprobleme mit sich. So werden sie gelöst:

  • Badekleidung: Das Pflegeetikett wird aus der Badehose und dem Bikini gerne herausgeschnitten. Und nun? Bademode lässt sich bei 30 Grad oder in kälterem Wasser im Fein- oder Schonwaschgang reinigen. Manche Hersteller raten aber dazu, Bademode mit einem Feinwaschmittel von Hand auszuwaschen. Lascana verweist auf den Verzicht von Maschinenwäsche auf jeden Fall bei Modellen mit aufgestickten Perlen und Pailletten sowie bei BHs mit Bügeln. Hunkemöller ergänzt, dass zugesetzter Weichspüler die Dehnbarkeit und Haltbarkeit des Stoffes beinträchtigen kann. Nach dem Baden sollte man die Bademode direkt in klarem Wasser auswaschen, dabei aber weder wringen noch zusammenrollen. Am besten auch nicht in die Sonne oder auf eine Heizung legen.
  • Badetücher: Handtücher werden bei 40 Grad mit Voll- bzw. Universalwaschmittel oder bei 60 Grad mit einem Color- bzw. Buntwaschmittel gewaschen. Dazu rät der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).
  • Reiserucksack: Große Rucksäcke fürs Backpacking machen einiges mit. Aber dürfen sie im Anschluss in die Waschmaschine? Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, sagt IKW-Reinigungsexperte Bernd Glassl. Zum Teil wird vom Waschen in der Maschine ausdrücklich abgeraten. Stattdessen sollte der Rucksack mit einem feuchten Tuch und Wasser, das Allzweckreiniger oder Geschirrspülmittel enthält, abgewischt werden. Oder er wird in einer Wanne mit maximal lauwarmem Wasser und Feinwaschmittel gesäubert. Ist die Reinigung in der Maschine zulässig und von der Größe her möglich, könne der Rucksack mit Flüssigwaschmittel und einem schonenden Programm gereinigt werden, erklärt Glassl. Das sei etwa ein Programm für Oberhemden und Blusen mit hohem Wasserstand und sehr geringer Schleuderdrehzahl von etwa 400 Umdrehungen pro Minute.
  • Picknickdecke: Hier kommt es auf den Fleck an. Obstflecken sollte man möglichst direkt mit Wasser behandeln, um sie zu verdünnen, erläutert Glassl. Anschließend trocken tupfen. Dadurch stünden die Chancen gut, dass der Fleck nach einer Maschinenwäsche wieder verschwindet. Auch Eisflecken sollte man direkt verdünnen.
  • Stoffschuhe: Schuhe aus Leinen und Sneaker können eigentlich in die Waschmaschine. Aber bei heißen Temperaturen kann sich der Kleber an den Sohlen lösen und die Dämpfung von Turnschuhen sich so mit Wasser vollsaugen, dass sie beeinträchtigt wird. Wenn Abbürsten, Reinigen mit einem feuchten Tuch und Schuhshampoo nicht mehr reichen, sollte man laut IKW das Programm für Feinwäsche oder Pflegeleichtes mit nur 30 Grad Waschtemperatur wählen. Manche Maschinen haben auch Turnschuh-Programme. Alle losen Teile wie Schnürsenkel und Einlegesohlen müssen vor der Wäsche entfernt werden. Schuhe und Trommel kann man schonen, wenn man die Schuhe in einen alten Kissenbezug legt. dpa
© Gmünder Tagespost 03.08.2018 15:36
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