Kommentar: Gerhard Königer über die Zukunft der LEA in Ellwangen.

Die LEA ist noch nicht vorbei

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Gerhard Königer

Ach wie schön wäre es, wenn man Mäuschen spielen könnte beim Dreiergespräch OB, Landrat und Staatssekretär. Wenn es um die Zukunft der LEA geht. Welche Argumente am Ende überzeugen? Die Vorabgespräche, die wir mit den Herren geführt haben, zeigen ein klares Bild: Das Land hat keinen Ersatz für den Standort Ellwangen. Darüber mag man sich wundern, schließlich wissen alle seit April 2019, dass hier Ende 2022 Schluss sein soll.

Anstehende Landtagswahlen wirken eben nicht beschleunigend auf die Lösung von Standortfragen. Vor allem dann nicht, wenn sie beim Wahlvolk eher kritisch gesehen werden. Und es kamen pandemiebedingt auch kaum noch Flüchtlinge an.

Seitdem in Afghanistan wieder Henker an der Macht sind, sieht es anders aus. Jetzt drückt das Problem, und die Aufnahmezentren für Asylsuchende werden wohl bald voller werden. Dann dürften mit zeitlichem Verzug auch auf den Ostalbkreis und seine Kommunen neue Aufgaben zukommen.

Dambacher mag eine klare Beschlusslage, gute Argumente und die Mehrheit des Gemeinderats hinter sich haben. Entschieden ist damit noch gar nichts. Solange es keine Alternativen zum LEA-Standort Ellwangen gibt, werden die Partner auf eine erneute Verlängerung drängen.

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