Kommentar: Gerhard Königer über die Wahl aus Ellwanger Sicht.

Vertrauen verloren

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Gerhard Königer

Was hat die Wählerinnen und Wähler zu ihrem Votum bewogen? Hat die Coronapandemie sie geprägt, der anhaltende Ausnahmezustand und die Ungewissheit, wann das Ganze überwunden sein wird? Oder war es eher der Klimawandel, die Bilder der Flutkatastrophe und die Angst vor einem so einschneidenden Kurswechsel, dass Wirtschaft und Wohlstand dabei unter die Räder kommen?

Welche Rolle spielte das Thema Außenpolitik mit den Berichten aus Afghanistan? Man kann dazu viel spekulieren, doch die Niederlage der CDU hat vor allem mit einer Person zu tun: Angela Merkel.

Wie sehr die Kanzlerin ihre Partei durch die Wahlen getragen hat, wurde jetzt deutlich, wo sie nicht wieder wählbar war. Roderich Kiesewetter hat einen engagierten Wahlkampf geführt, war auf der Straße präsent und im Internet in vielen Foren. Er musste sich alle möglichen Vorwürfe anhören und agierte dennoch mit Geduld. Den Vertrauensverlust derer, die Armin Laschet den Kanzler nicht zutrauten, konnte er nicht aufhalten.

So gibt es in Ellwangen zwar einen großen Verlierer aber keine strahlenden Sieger. Die Stimmen scheinen bei SPD, FDP und Grünen eher geparkt, bis die CDU in Berlin wieder eine Führungsmannschaft stellt, der die traditionell konservativen Ellwangerinnen und Ellwanger wieder folgen können.

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