Lesermeinung

Aufs richtige Pferd gesetzt?

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Zum SchwäPo-Artikel „Ein Nahwärmenetz für Essingens Ortsmitte“ vom 6. Juli:

Essingen plane in Regie der Gesellschaft für Energieversorgung Ostalb (GEO) ein Nahwärmenetz, wurde berichtet. Ziel ist die Reduktion der CO2-Emission. Dagegen wäre ja erst mal nichts zu sagen. Aber wie man bei einer Neukonzeption unter der Prämisse von CO2-Emissionsreduktion auf Verbrennung von Erdgas und Holzhackschnitzeln setzen kann, erschließt sich mir nicht.

Was den CO2-Ausstoß und die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens angeht, steht uns doch heute schon das Wasser bis zum Hals. Das Konzept trägt zur Einhaltung des Pariser Abkommens definitiv nicht bei. Dabei ist es ja nicht so, dass es uns an alternativen Wärmequellen zu Verbrennungstechnologien mangeln würde. Einsetzbar wäre Geothermie, Solarthermie und evtl. auch Agrothermie in Verbindung mit Wärmepumpen, die durch Photovoltaik oder Windenergie gespeist werden. Zwar wären bei solchen Lösungen die Anfangsinvestitionen höher, aber dafür müssten keine Brennstoffe eingekauft werden und es wären keine Kostensteigerungen vorprogrammiert durch die schrittweise ansteigende CO2-Abgabe.

Eine solche Anlage wäre klimaneutral und nach meiner Ansicht langfristig auch wirtschaftlicher.

Ich denke, die Frage sollte noch einmal ernsthaft gestellt werden, ob mit dem geplanten Heizwerk auf das richtige Pferd gesetzt worden ist. Vor allen Dingen auch hinsichtlich der Zukunft der nachkommenden Generationen. Ich wollte für eine solche Entscheidung nicht verantwortlich sein.

Doris Ramer

Aalen

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