Das Bündnis Klinikerhalt wird keine Ruhe geben

Zur aktuellen Klinik-Debatte und den jüngsten Aussagen von Landrat Dr. Joachim Bläse:

Soll man sich die Augen reiben? Soll man lauthals lachen? Soll man sprachlos werden über diese markigen Sprüche? Leider bleibt heiße Luft ohne einen konkreten Inhalt einfach heiße Luft.

Jetzt hat der Landrat zum Thema Großklinikum wieder verkündet, er sei ein „glühender Anhänger und von Bürgerinformation und Kommunikation.“ Die Woche vorher versprach er dass die Bürgerschaft „stetig informiert“ werde. Gesagt sind solche Lippenbekenntnisse schnell. Sie stehen dann markig in der Zeitung. Die Umsetzung ist etwas schwieriger.

Seit Wochen wollen wir wissen, warum die bestehende gesundheitliche Versorgungsstruktur so miserabel ist, dass sie rigoros abgeschafft werden muss? Warum wird ein Neubau alle Probleme lösen und die schwarze Null bringen? Wo sind denn die Antworten auf den Fragenkatalog von Bürgermeisterin Stephanie Esswein aus Mutlangen und Oberbürgermeister Richard Arnold aus Schwäbisch Gmünd? Die Antwort auf diese Fragen muss für mitdenkende Menschen am Anfang der Diskussion stehen. Bisher brachte die Informationspolitik leider nur die Null, nämlich nix!

Und der „glühende Anhänger von Bürgerinformation und Kommunikation“ hat sogar seinen Kreisräten nahegelegt, die ihnen bekannte Information nicht weiterzugeben. Wovor haben Sie Angst Herr Landrat? Dass es eine schwarze Null und geschrumpftes Defizit vielleicht doch nicht so ohne weiteres geben kann? Wie oft haben unsere Nachbarklinik in Winnenden und andere vergleichbare Einrichtungen denn schon schwarze Zahlen geschrieben?

Herr Landrat, ich informiere Sie hiermit darüber, dass wir Bürger vom Bündnis Klinikerhalt bei diesem Milliardenprojekt keine Ruhe geben und so lange nachfragen werden, bis es nachvollziehbare Antworten für Mitdenkende geben wird. Sagen Sie das doch bitte auch den Vorbereitern Ihrer künftigen Powerpoint-Präsentationen.

Jo Frühwirth

Sprecher Bündnis Klinikerhalt

Schwäbisch Gmünd-Rehenhof

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