Lesermeinung

Sehr unsinnig

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Zu: „Dewangen Landwirte: keine Solaranlagen auf Nutzflächen!“

An so manchen Tagen, wenn ich in Dewangen spazieren, joggen oder radeln gehe und die satten grünen Wiesen, die goldenen Getreidefelder, irgendwo in der Ferne knallgelbe Raps-Anbauflächen und dahinter die Kaiserberge und den Albtrauf sehe, dann kommt es mir wieder in den Kopf, wie schön die Gegend hier ist und wie schön unser kleiner Teilort Dewangen doch ist! Wunderschöne Natur untermalt durch die Landschaftspflege der Landwirte! Umso mehr hat mich der Artikel in der Schwäpo vom Mittwoch, den 23. Juni, über die Freiflächen-Photovoltaik rund um Dewangen schockiert. Werden wir irgendwann statt durch Wiesen, Felder und Auen durch Photovoltaik-Anlagen spazieren? Wer entscheidet so etwas und wieso? Freiflächen-Photovoltaik hat nichts mit Klimaschutz zu tun und widerspricht meines Erachtens dem ökologischen Gedanken! Hier wird Grünflächenvernichtung in hohem Masse betrieben, Insekten- und Bienenschutz jeglicher Art ignoriert und es werden landwirtschaftliche Nutzflächen entzogen, die am Ende dazu führen, dass Nahrungs- und Futtermittel von weit hergebracht werden müssen. Photovoltaik auf Gebäuden mag Sinn machen, aber damit Freiflächen zu verbauen, ist nicht nur extrem unansehnlich, sondern meines Erachtens sehr unsinnig. Es ist so unsinnig, dass die Vermutung nahe liegt, es können nur monetäre Interessen dahinter stecken. Schaut man auf die Homepage von EnBW, so steht da, das Freiflächen-Photovaltaik „wirtschaftlich, sorgenfrei und ökologisch“ sei. Letzteres bezweifle ich, die ersten zwei Attribute würden die Annahme bestätigen. Aber wenn dem so sei, frage ich mich, welche Rolle Bürgerinteressen bei den Stadtverantwortlichen spielen? Wir haben ja jetzt gerade die Chance, das zu hinterfragen und ggf. in unsere Wahlentscheidung mit einzubeziehen.

Hildegard Karras

Dewangen

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