Lesermeinung

Umdenken beim Verzehr

Zu: „Auf den Teller statt in den Tank“:

Die Überschrift suggeriert einen Konflikt, der nicht gegeben ist. Mehr als die Hälfte der Ackerfläche in D wird zu Tierfutter, nur ca. 30 Prozent zu Lebensmittel. Rund 20 Prozent sind nachwachsende Rohstoffe und Energie für chemische und pharmazeutische Industrie, sowie Biodiesel und Bioethanol. Spezielle Energiepflanzen wie z.B. Hirse, Sorghum u.a. kommen in D eher selten auf den Tisch. Auch Zuckerrüben sollten eher für den Tank verwendet werden, anstatt sie in übersüßten Lebensmitteln zu verstecken. „Hungersnöte biblischen Ausmaßes“ sind kein Mengenproblem, sondern eines der geografischen und gerechten Verteilung. Solange in D dreißig Prozent der Lebensmittel nicht verzehrt, sondern weggeworfen werden, gibt es hierzulande keinen Tank-/Teller-Konflikt.

Weniger Massen-Fleischproduktion würde bedeuten, weniger Tierfutterbedarf. In Kombination mit „weniger wegwerfen“, ergeben sich erhebliche Potenziale für regenerative Energie aus Biomasse. Zur Beimischung ins Erdgasnetz oder als Dieselersatz. Jeder Weg weg von Putins Geldmaschine macht unabhängiger und dient dem Klima.

Günther Holzhofer,

Aalen

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