Leserbrief

Viele ungelöste Probleme

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Zu „Oststadt beschwert sich über Stadtverwaltung“

Auf großes Verständnis stoßen die Beschwerden der Oststadt-Bewohner*innen über die Stadtverwaltung auch in der Südstadt. Hier ist die Bevölkerungs-Struktur ebenfalls gemischt. Es gibt vielfältige, jahrelang ungelöste Probleme. Analoges könnte vermutlich aus vielen Teilen der Kernstadt berichtet werden.

Ziel aller bislang ignorierten Bewohner*innen-Bemühungen ist doch, die Lebens- und Aufenthaltsqualität in den Stadtteilen zu verbessern. So steht auch zu Recht in den Agenda-21-Richtlinien der Stadt GD, welche (leider) nicht gelebt werden: „Unsere Demokratie lebt vom Beitrag der Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwohl. … Engagierte Bürger wollen mitgestalten; sie erfahren daraus Motivation für ihr Handeln und Identifikation mit dem unmittelbaren Umfeld.“

Eine Möglichkeit, damit Bewohner*innen in den Quartieren zu halten und weitere dauerhaft hinzuzugewinnen. Attraktive Stadtteile ziehen finanzkräftige Einwohner*innen an, für die Steuer-Situation der Stadt interessant. Hochpreisige Leerstände würden reduziert, Industrie-Brachen womöglich umfunktioniert. Umliegende Gemeinden liefern den Beweis. Dies kann nur funktionieren, wenn die Bewohner*innen Gehör fänden und gefragte, ebenbürtige Gesprächspartner*innen wären.

Die eigenen Bürger*innen sollten keinen geringeren Stellenwert als die Stadt-Besucher*innen und Einpendler haben. Teuren Analysen wären womöglich ebenfalls eingespart. Vielleicht ändert sich dies im Ansatz für die Südstadt mit der Bewohner*innen-Info mit Rückmelde-Möglichkeit bezüglich der Planungen Fahrradstraße Klarenbergstraße? Bewohner*innen-Anregungen, ein Bewohner-Konzept, mit Critical Mass abgestimmt, liegen neben einer bislang unbeachteten ehrenamtlichen Umfrage der Verwaltung und dem Gemeinderat vor.

Monika Hieber,
Schwäbisch Gmünd

Die Zuschriften sind Meinungsäußerungen der Einsender. Die Redaktion behält sich das Recht der Kürzung vor. Leserbriefe unter

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