Lesermeinung

Waffen stoppen Barbarei

Zum Thema“ Schwere Waffen an die Ukraine“:

Die Stimmen „keine Waffen an die Ukraine“ wollen einfach nicht verstummen, so auch bei Frau Christine Fuchs, die in ihrem Beitrag in das gleiche Horn bläst.

Mit ihrem Rekurs auf die Maxime „Den Deutschen nie wieder eine Waffe in die Hand“ verkennt sie allerdings, dass es die alliierten Siegermächte waren, die in der Stunde Null (1945) auf einer bedingungslosen Entmilitarisierung Deutschlands bestanden. Die massive Bedrohung durch den Sowjetimperialismus und Stalins Ziel der Ausweitung des kommunistischen Machtbereichs machte die anfänglich nicht unumstrittene Wiederbewaffnung der noch jungen Bundesrepublik und den Eintritt in die NATO unvermeidlich.

Eine grob vereinfachende Sichtweise zeigt sich auch darin, die angeblich von schnöder Profitgier getriebene Waffenindustrie, insbesondere die amerikanische, pauschal an den Pranger zu stellen, ohne dabei zu bedenken, dass die durch eine forcierte US - Rüstungsindustrie bereitgestellten und an die Verbündeten gelieferten Waffen mit dem Ende der nationalsozialistischen Barbarei wieder ein Leben in Freiheit ermöglicht haben. Ein Waffenlieferstopp zum jetzigen Zeitpunkt, zumal die russische Front zu bröckeln beginnt, würde dem Kriegsverbrecher Putin in die Hände spielen.

Und wenn Frau Fuchs irrationale Kriegsängste schürt, Katastrophenstimmung erzeugen will und das apokalyptische Menetekel der „Vernichtung des deutschen Volkes“ (OT) an die Wand malt, so zeugt das von schierer Ignoranz und naiver Realitätsferne. In Anbetracht dieses Wischiwaschi-Sammelsuriums wirrer Phrasen kann ich als ehemaliger Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer nicht umhin zu bemerken: „Christine, sitzen 6!“

Dr. Kurt-Helmut Scheidle

Aalen-Unterkochen

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