Kommentar: Jürgen Steck über Inge Birkholds Entscheidung, die CDU-Fraktion zu verlassen

Die Abrechnung

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Jürgen Steck
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Paukenschlag, so nennt man das wohl. Inge Birkhold macht einen Schnitt – nicht mit der CDU. Aber mit der CDU-Gemeinderatsfraktion. Und sie rechnet ab.

Da ist zum einen die tiefe Verletztheit zu spüren, weil ihr nicht das Vertrauen ausgesprochen worden war, weil sie nicht unterstützt wurde, als sie deutlich Interesse bekundet hat für eine Kandidatur. Sie nennt aber auch politische Gründe: den Steg, den Bahnhalt-West, das Ostalb-Festival. Es sind ja genau diese Themen, an denen sich viele der, sagen wir mal, Traditionalisten in der CDU reiben, mehr noch: an den Wegen, wie es zu Entscheidungsfindungen kam – oder, beim Ostalb-Festival, wie aufgearbeitet wurde.

Die Aalener CDU scheint derzeit zerrissener als je zuvor. Mit dem Rückzug von Inge Birkhold ist das Kapitel noch lange nicht beendet. Gut möglich, dass weitere CDU-Ratsmitglieder folgen. Am Montag trifft sich die Aalener CDU, um über die aus CDU-Sicht desaströse OB-Wahl zu sprechen. Es wird um Verantwortung gehen und, machen wir uns nichts vor, um Schuld. Denn Schuld braucht immer ein Gesicht. Es wird sicher kein leichter Gang für den Stadtverbandsvorsitzenden der CDU, Thomas Wagenblast.

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