Kommentar Katharina Scholz warnt vor der Entwicklung des Schuldenstands

So kann es nicht ewig weitergehen

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Katharina Scholz

Im Moment bleibt in Aalen nichts anderes übrig, als weitere Schulden zu machen. Die großen Bauprojekte wie der Fußgängersteg über die Bahngleise und das Kombibad sind vom Gemeinderat noch in der Amtszeit Thilo Rentschlers beschlossen worden und müssen nun umgesetzt werden. Daran, dass die Baukosten steigen, ist nichts zu ändern. Dass Oberbürgermeister Frederick Brütting nicht an Schulen und Kitas sparen möchte, ist die richtige Entscheidung.

Junge Familien brauchen Betreuungsplätze und Kinder und Jugendliche sollen in modernen Gebäuden lernen können. Hohe Investitionen in die Infrastruktur kommen der Wirtschaft zugute und erhalten Arbeitsplätze. Das ist wichtig gerade jetzt in der Corona-Krise. Außerdem sind Investitionen in die Infrastruktur Investitionen in Vermögenswerte. Der Steg, das Kombibad, neue Kitas und moderne Schulgebäude sind schließlich Dinge, die die Stadt auf der Haben-Seite verbuchen kann und sie sind etwas, von denen Bürgerinnen und Bürger profitieren. Immer weiter Schulden machen: Endlos kann diese Entwicklung aber nicht so weitergehen. Mittelfristig sollte es nicht dazu kommen, dass die Stadt tatsächlich mit 87,61 Millionen Euro in der Kreide steht. Weitere teuren Großprojekte sollten in den nächsten Jahren nicht mehr angegangen werden. Der Fokus sollte stattdessen weiterhin auf Bildung und Betreuung und auf den Erhalt der bestehenden Infrastruktur liegen. Vielleicht kommt man dann ohne Steuererhöhungen aus. Vielleicht muss aber in ein paar Jahren über genau solche unangenehmen Maßnahmen wie Steuererhöhungen nachgedacht werden, um eine weitere Verschuldung zu verhindern.

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