„Aalen braucht eine Leichtathletikhalle“

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Entgegen des Ergebnisses der Bedarfsanalyse sind die Rufe vonseiten der Sportler, Vereine und Verantwortlichen noch laut nach einer Leichtathletikhalle, in der vor allem im Winter adäquat trainiert werden kann.
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Die Analyse kam zum Schluss: Es besteht kein akuter Bedarf an einer Leichtathletikhalle in Aalen. Die Sportler aber sagen etwas anderes.

Aalen

Das Thema ist noch lange nicht gegessen. Nachdem kürzlich die Ergebnisse der Bedarfsanalyse dem Gemeinderat bekannt gemacht wurden, in denen deutlich wurde, dass kein akuter Bedarf an einer Leichtathletikhalle besteht, melden sich nun die Verantwortlichen des Sports.

„Ich verstehe die Analyse nicht ganz“, sagt Armin-Uwe Peter, der Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport und Kultur Wasseralfingen. „Man muss hinterfragen, warum sich so wenige Vereine rückgemeldet haben.“ Denn bei der Bedarfserhebung von Dr. Stefan Eckl vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps), den die Stadt Aalen beauftragt hatte, meldeten sich lediglich fünf von elf Sportvereinen. Das könne aber ganz andere Gründe haben und weniger mangelndes Interesse, ist sich Peter sicher.

Manfred Pawlita ist als Geschäftsführer der Aalener Sportallianz einer, der auf die Bedarfsabfrage geantwortet hat. Und sein Bild ist ein anderes: „Ich sehe das völlig anders. Sportstättenbau hat immer etwas mit den aktuellen Angeboten zu tun und jenen, die man in Zukunft haben will.“ Dazu gehöre die Weiterentwicklung zu sehen, Bedarfe zu befriedigen und neue Bedarfe zu erkennen. „Die Bedarfe müssen genau ermittelt werden und in die Zukunft gedacht werden.“

Auch die Stadtverwaltung sei verwundert über das Ergebnis gewesen, weshalb es in naher Zukunft einen Runden Tisch mit Vertretern der Stadt, den Stadtverbänden Aalen und Wasseralfingen und den Leichtathletik treibenden Vereinen geben soll. „Ich bin mir sicher, dass hier ein ganz anderes Ergebnis rauskommt“, ahnt Peter.

Denn dass Aalen eine leichtathletikgerechte Halle braucht, das sei schon beim Erstellen des Sportentwicklungsplans deutlich geworden. „Die Leichtathleten haben im Winter keine angemessene Möglichkeit zu trainieren.“ Es sei ein Unding, findet Peter, dass Sportler, die in der Spitze vertreten sind, nicht adäquat trainieren können. „Das bedeutet nicht“, so der Vorsitzende weiter, „dass unbedingt eine neue Halle gebaut werden muss.“ Auch ein Umbau einer Halle oder ein Anbau wären denkbar, da sind die Vorsitzenden der Stadtverbände Aalen und Wasseralfingen einer Meinung.

„Wir vom TV Unterkochen haben die landesoffene Bahneröffnung nicht wegen der Pandemie abgesagt. Sondern schon zu dem Zeitpunkt als klar war, dass das Stadion in Unterkochen nicht in wettkampftauglichem Zustand ist.“ auch Rainer Wiesenfarth, Vorstandssprecher des TVU, ist enttäuscht. Eine Begehung der Anlagen habe schon stattgefunden und 2019 wurde im Vorfeld des Gaukinderturnfestes auch notdürftig geflickt. „Die Schäden sind jedoch wieder da und an manchen Stellen sogar gravierender als zuvor“, so Wiesenfarth. Laut dem TVU-Vorstand suche man außerdemn eine wettkampftaugliche 400-Meter-Bahn, eine benutzbare Weitsprunganlage oder Wassergraben für die Hindernisläufer in Aalenvergebens.

Sanierungen fällig mit dem Gedanken an die Zukunft

Laut des Sportkreisvorsitzenden Manfred Pawlita kommt zum allgemeinen Sportstättenbau auch die Sanierung der bereits bestehenden Sportstätten hinzu. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Hallen - weder die städtischen, noch die vereinseigenen - bereits auf einem zukunftsfähigen Stand sind.“
So sollten eigentlich Sportstätten nachhaltig ökologisch umgebaut werden. Kostet zwar Geld - spare aber in der Zukunft Unterhaltungskosten ein. sas

Bei einem Runden Tisch würde ein anderes Ergebnis rauskommen.“

Armin-Uwe Peter, Vorsitzender Stadtverband für Sport und Kultur Wasseralfingen

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