Video aus dem Flüchtlingspunkt in Polen

DRK startet Weihnachtsaktion für die Ukraine

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Fluchthelferin Sarah steht vor einem zerstörten Haus in der Ukraine. Die Fluchthelferin koordiniert in Polen die Hilfsgüter aus Aalen.
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Am Samstag, 17. Dezember, bitten die Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes in Aalen erneut um Mithilfe. Benötigt wird vor allem Winterkleidung.

Aalen. Hilfe aus Aalen für die Ukraine. Am 19. Dezember machen sich erneut mindestens vier Transporte von der DRK-Zentrale im Stadtoval in Aalen auf den Weg nach Polen. Am 10. und vor allem am 17. Dezember können die Bürgerinnen und Bürger helfen, die Lastwagen mit wichtigen Hilfsgütern wie etwa Winterkleidern zu befüllen.

Millionen Menschen aus der Ukraine sind auf der Flucht. Vor dem Krieg fliehen vor allem Frauen und Kinder. Das Leid dieser Menschen hat auch in Aalen eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Der DRK-Kreisverband Aalen hat bislang fast zehn Tonnen Hilfsgüter nach Polen gebracht. Von der Kocherstadt aus wurden beispielsweise 1,4 Tonnen Lebensmittel, 3,8 Tonnen Winterkleider und fast zwei Tonnen notfallmedizinisches Material geliefert. 58 Stromaggregate aus Aalen sorgen für Energie im Kriegsgebiet.

Jetzt bittet das DRK-Team um Matthias Wagner und Ralf Nudig erneut um die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger. Und auch die Flüchtlingshelferin Sarah, die im polnischen Tarnowitz einen Flüchtlingspunkt betreut, den die DRK-Helfer am 19. Dezember ansteuern, bittet um Spenden. „Die Not in der Ukraine ist unbeschreiblich“, sagt Sarah. Die Menschen leben oft ohne Heizung und fließendes Wasser. „Winterkleidung und Winterschuhe werden dringend benötigt.“ Eine Bitte, die beim DRK Aalen angekommen ist. „Wir bitten alle Ostälbler, uns am 17. Dezember Winterkleidung vorbeizubringen“, sagt Matthias Wagner.

Zwei wichtige Termine

Am Samstag, 10. Dezember, 8 bis 12 Uhr, verkaufen die Feldköche des DRK um Lars Lächele auf dem Aalener Wochenmarkt wieder ihre „Erbsensuppe aus der Dose“. "1000 Dosen, auch vegan, wurden abgefüllt", sagt Lächele. 5 Euro kostet eine Dose. Am Verkaufsstand kassiert auch Oberbürgermeister Frederick Brütting. Mit dem Geld sollen Lebensmittel und benötigte Hilfsgüter gekauft werden, die am 19. Dezember direkt auf den Weg nach Polen gehen.

Am Samstag, 17. Dezember, werden von 8 bis 12 Uhr Winterjacken und Winterschuhe am DRK-Zentrum am Stadtoval (Eugen-Hafner-Straße 1) entgegengenommen. „Bitte nur Winterkleidung spenden, nichts anderes“, sagt Wagner. „Andere Kleidung oder Spielzeug werden nicht benötigt.“ Ebenfalls an diesem Tag von 8 bis 12 Uhr gibt es auch einen Ukraine-Aktionsstand auf dem Aalener Wochenmarkt. Vor Ort ist an diesem Tag auch Fluchthelferin Sarah. Sie lebte jahrelang in Stuttgart und organisiert nun den Stützpunkt in Tarnowitz. Dort geben sie und ihr Team täglich Lebensmittel und Hilfsgüter an Flüchtlinge aus. Von dort aus starten ebenfalls täglich Transporte in die Ukraine, um Menschen, die im Kriegsgebiet geblieben sind, zu versorgen. Sarah und das DRK verkaufen am 17. Dezember Tag auf dem Markt auch kleine Geschenke, die die Kinder im Flüchtlingsstützpunkt gebastelt haben.

Vom 19. bis 21. Dezember machen sich die Helfer dann von Aalen aus auf den Weg nach Tarnowitz. Sie übergeben dort Geld- und Sachspenden. Auch viele Unternehmen aus dem Ostalbkreis unterstützen den Transport etwa mit Verbandsmaterial, Hygieneartikel und Lebensmitteln.

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