Einkaufen in der Pandemie: Ihre Supermarkt-Erfahrungen

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Leserinnen und Leser berichten von ihren Erfahrungen beim Einkaufen. Der Großteil zeigt sich unzufrieden.
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Mehrere Leserinnen und Leser folgten dem Aufruf der SchwäPo, ihre Eindrücke vom Einkaufen in der Coronapandemie zu schildern. Ein Überblick.

Aalen

Wie sind Ihre Erfahrungen in Supermärkten zurzeit? Das fragten wir Leserinnen und Leser im Artikel „Einkaufen in der Pandemie: ein heilloses Chaos?“, erschienen am Samstag, 24. April. Mehrere Leserinnen und Leser folgten dem Aufruf. Ein Überblick über die Berichte.

„Meine Beobachtung ist, dass die überwiegende Anzahl der Supermärkte sich in keiner Weise darum kümmert, wie viele Personen sich im Markt befinden“, schildert Matthias Fuchs. Besonders angesichts der Schließung der Gastronomie und anderer Geschäfte ist das für ihn ein „Skandal“. Kontrollen sowie Möglichkeiten zur Handdesinfektion vermisst er.

Bernd Müller zeigt sich ebenfalls verständnislos über die Zustände in den örtlichen Supermärkten. Einkaufen geht er in der Regel zwischen 16 und 18 Uhr. „Viele sind nur auf 'ihren' Einkauf fokussiert“, sagt er. Oftmals stünden Kunden „Schulter an Schulter“. Das betreffe einen Großteil der Kunden. „Ein bestimmtes Alter kann ich dabei nicht ausmachen.“ Auch könne er nicht sagen, ob es eher Männer oder Frauen sind.

Auch Claudia Saupe teilte der SchwäPo ihre Erfahrungen mit. „Auf dem Papier gibt es nun zwar die notwendige Verschärfung, aber die Umsetzung bringt nicht unbedingt eine Verbesserung.“ In einem Supermarkt, der „Einlasskarten“ ausgibt, lasse die Organisation zu wünschen übrig. Denn die Karten werden erst im Gebäude ausgegeben. „Es bildete sich eine Schlange wartender Menschen, die den Abstand nicht eingehalten hat und einen Flaschenhals.“ Für sie: „kontraproduktiv“. Karin Hofmann äußert Lob und Kritik. In einem Supermarkt in der Aalener Gartenstraße werden „alle Regeln eingehalten“, berichtet sie. Ansammlungen gebe es nicht und Abstandhalten sei kein Problem. Anders hingegen sei es in einem Supermarkt in Wasseralfingen. Dort sei es schwierig, Abstände einzuhalten. Ebenso werde nicht auf die Nutzung von Einkaufswagen und -körben geachtet.

„Das städtische Ordnungsamt kontrolliert die Regeln aus der Corona-Verordnung entsprechend der personellen und zeitlichen Kapazitäten sowie anlassbezogen“, erklärt Stadtsprecher Sascha Kurz. Dafür sei das Ordnungsamt mit 13 Mitarbeitern aus anderen Verwaltungsbereichen verstärkt worden. Kontrollen gebe es sowohl seitens von Mitarbeitern des Gemeindevollzugsdienstes, als auch der Polizei. „Das gilt für den Einzelhandel ebenso wie für alle anderen öffentlichen Bereiche“, führt Kurz aus.

Das Hausrecht der jeweiligen Einzelhändler bleibe unbenommen. „Jeder Ladenbesitzer ist prinzipiell ebenfalls für die Einhaltung der Corona-Regeln zuständig, ebenso wie jeder Kunde in einem Laden oder bei einem Dienstleister“, sagt der Stadtsprecher.

„Eine bestimmtes Alter kann ich dabei nicht ausmachen.“

Bernd Müller, SchwäPo-Leser

Regeln der Landesregierung für den Einzelhandel

Die Verordnung vom 24. April sieht vor, dass Geschäfte des täglichen Bedarfs geöffnet bleiben. Sonstige Händler dürfen öffnen, wenn die Inzidenz fünf Tage unter 50 bleibt.

Geschäfte des täglichen Bedarfs bis 800 Quadratmeter dürfen einen Kunden oder eine Kundin pro 20 Quadratmetern einlassen. Bei 800 Quadratmetern Fläche entspricht das 40 Kunden. Für die Fläche, die darüber hinaus geht, gilt ein Kunde pro 40 Quadratmetern. Ferner gilt die Pflicht, beim Einkauf eine medizinische Maske oder eine FFP2-Maske zu tragen. err

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