Hausärzte müssen ab März geimpft sein

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Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht für Hausärzte und Personal.
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Die Impfpflicht ab März gilt auch für Hausärzte und Personal. Wie es um die hausärztliche Grundversorgung steht.

Aalen. Nicht nur für Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern sowie fürs Pflegepersonal gilt die Impfpflicht ab Mitte März, sondern auch für niedergelassene Ärzte und das Personal in Praxen. Sprich: Ärztinnen und Ärzte sowie die Arzthelferinnen und -helfer müssen bis zum 16. März geimpft sein, einen Genesenennachweis, der nicht älter als drei Monate ist, oder ein ärztliches Attest, dass sie nicht geimpft werden können, vorlegen.

Droht der hausärztlichen Grundversorgung auf der Ostalb möglicherweise deswegen nun der Kollaps? Ellwanger Frauenarzt und Vorsitzender der Kreisärzteschaft Aalen Dr. Sebastian Hock schätzt die Lage ein. „Ich sehe keine Gefahr der hausärztlichen Grundversorgung“, sagt Dr. Hock. Ob jedoch alle seiner Kollegen und Kolleginnen im Aalener Raum geimpft seien, ist dem Mediziner nicht bekannt. „Es gibt keine Meldepflicht bei mir. Ich gehe aber davon aus, dass die allermeisten geimpft sind und erwarte daher keine Probleme“, meint er. Eine Impfpflicht für vulnerable Berufsgruppen – wie die des Gesundheitswesens - mache für ihn jedoch Sinn.

In seiner Praxis, aber auch allen anderen, werde es Mitte März indessen so aussehen: Der Praxisinhaber muss dem Gesundheitsamt melden, ob ein Mitarbeiter nicht geimpft oder genesen ist. Anschließend entscheidet das Gesundheitsamt, ob eine Strafe droht. Laut Pressereferentin des Landratsamts Ostalb Susanne Dietterle sieht das Infektionsschutzgesetz dieselben Rechtsfolgen für Arztpraxen vor, wie für den Pflege- und Klinikbereich. Heißt also: Wenn kein Nachweis vorgelegt wird, kann das zuständige Gesundheitsamt nach Prüfung des Sachverhaltes ein Betretungs- beziehungsweise ein Tätigkeitsverbot erlassen. „Bis ein solches Verbot erlassen worden ist, darf die Person ihre Tätigkeit grundsätzlich fortsetzen“, teilt das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Webseite mit.

Steigende Zahlen machen Mediziner Sorgen

Problematischer sieht der Vorsitzende der Kreisärzteschaft jedoch die steigenden Covid-Fallzahlen. Sowohl im Ostalbkreis als auch bundesweit.  368 Neuinfektion wurden am Montag vom Landratsamt im Ostalbkreis registriert. In den vergangenen sieben Tagen waren es 3485 Neuinfektionen, sodass die Inzidenz bereits bei uns über einem Wert von 1000 liegt. Daher appelliert Dr. Hock an die Bürgerinnen und Bürger, in den kommenden Wochen nochmals Masken zu tragen und Abstand zu halten, damit wir die Omikron-Welle gut überstehen.

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