Kampagne gegen das Vergessen

Eine landesweite Aktion will die Krankheit in den Mittelpunkt rücken. Wo Sie mehr über Demenz erfahren können.

Aalen. Man sieht dem Mann an der Kasse nicht an, warum er mehr Zeit braucht, um die richtigen Münzen zu finden. Und warum löst die alte Dame keinen Fahrschein? Demenz springt nicht sofort ins Auge. Aber wer gut informiert ist, erkennt die Zeichen und kann etwas tun.

Mit einer innovativen landesweiten Kampagne lenken seit 14. Februar 120 Kommunen und Mehrgenerationenhäuser in Baden-Württemberg den Blick auf das Thema Demenz. Die Stadt Aalen beteiligt sich ebenfalls. Teil der Kampagne sind drei Plakatmotive, die für Verständnis und Geduld mit den Betroffenen werben, damit Menschen mit Demenz Teil der Nachbarschaft, des Freundeskreises oder des Vereins bleiben. Die Plakataktion wird begleitet durch Flyer und Postkarten.

Die Impulskampagne ist eine gemeinsame Aktion der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. | Selbsthilfe Demenz und der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten.“ und wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes gefördert.

Überall in Baden-Württemberg leben Menschen, die auf ganz unterschiedliche Art mit dem Thema Demenz in Berührung kommen. Weil sie direkt betroffen sind oder jemanden kennen, der es ist. Oder weil sie in ihrem beruflichen Alltag Menschen mit Demenz begegnen – in der Apotheke oder Arztpraxis, an der Kasse im Supermarkt, in der Bank oder beim Bäcker.

Deshalb ist es wichtig, mehr über Demenz zu erfahren und herauszufinden, was Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sich wünschen und was sie brauchen. So kann jede und jeder etwas tun, damit Menschen mit Demenz trotz ihrer Erkrankung mittendrin bleiben – in der Nachbarschaft, im Freundeskreis, im Verein.

Link: Mehr über Demenz erfahren: www.kompassdemenz-bw.de

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