Thilo Rentschler: der Blick zurück

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Interview mit dem bald aus dem Amt scheidenden Oberbürgermeisters Thilo Rentschler.
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Acht Jahre war er Käpt'n auf dem Dampfer Aalen. Wie das Fazit seiner Amtszeit ausfällt und was er anders machen würde, wenn er anträte.

"Wir werden sogar mit einem positiven Effekt aus der Krise rauskommen."

Thilo Rentschler, scheidender Oberbürgermeister

Aalen. Er ist auf Abschiedstour: An diesem Samstag wird Thilo Rentschler um 10 Uhr auf dem Spritzenhausplatz vom Innenstadtmarketingverein ACA verabschiedet. Ganz offiziell mit "großem Bahnhof" aus dem Amt des Oberbürgermeisters soll er geleitet werden am Freitag, 24. September. Zeit, Bilanz zu ziehen. Zurückzublicken auf acht Jahre als Kapitän auf dem Dampfer Aalen. In einem Interview mit der SchwäPo gibt er überraschende und auch sehr private Einblicke in seine Amtszeit. Nachzulesen in der Beilage .... an diesem Samstag in der Zeitung und im E-Paper.

Das Tempo, das er im Herbst 2013 gleich in den ersten Wochen als OB an den Tag legte, hat viele gefordert, manche auch überfordert. Innerhalb und außerhalb des Rathauses. "Turbo Thilo" - den Spitznamen brachte der Sozialdemokrat von seiner letzten Station als Vorstand der Mariaberger Heime mit. Im Interview erläutert er, warum Geschwindigkeit und Gründlichkeit seiner Ansicht nach nicht nur in diesem besonderen Amt in Aalen von entscheidender Bedeutung sind.

Stolz schwingt mit, wenn Rentschler von großen Projekten seiner Amtsperiode berichtet: Bildung und Betreuung, Ausbau der Hochschule, Wohnungsbau. Und das liebe Geld: Die Schulden werden nur moderat steigen, Aalen werde finanziell sogar mit Rückenwind aus der Corona-Krise herauskommen, gibt er sich optimistisch. Inzwischen hat Kämmerin Daniela Faußner einen Finanzzwischenbericht vorgelegt. Die Zahlen scheinen ihm recht zu geben. Dabei war die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat oft von schweren Turbulenzen geprägt. Im Interview sagt er das ganz unverblümt und geht auch auf die entscheidenden Wochen im Herbst vergangenen Jahres ein. Da ging es für ihn um die Entscheidung, sich für eine weitere Amtszeit zu bewerben oder die Segel neu zu setzen.

Was würde er anders machen im Amt, hätte er die Chance auf Wiederholung? "Die Dinge noch häufiger erklären, begründen, Hintergründe darlegen, wie Entscheidungen zustande kommen." Turbo hin oder her - das Tempo der Ereignisse, auf das er als Oberbürgermeister unverzüglich reagieren musste, hat sogar ihn überrascht. Das erzählt er beispielhaft an einem einschneidenden Ereignis, dem Großbrand 2014 auf dem Stadtoval.

Am 1. Oktober wird Thilo Rentschler ein neues Kommando übernehmen: als Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg. Offensiv steuert er seine erste große Landmarke an, die "Zukunftsoffensive Ostwürttemberg". Start: am 8. November, fünf Wochen nach Beginn seiner Amtszeit. "Turbo Thilo" eben.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Beilage ........ . Sie liegt an diesem Samstag der gedruckten Zeitung bei und ist auch im E-Paper zu finden.

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