Weniger Menschen arbeitslos

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Arbeitslosenzahl Grafik April 2021

Arbeitslosigkeit in der Region etwa auf dem Stand vom Frühjahr 2020 - Immer mehr sind allerdings seit mehr als einem Jahr ohne Job.

Aalen

Insgesamt 9787 Menschen sind im April in Ostwürttemberg arbeitslos gemeldet gewesen: also fast genauso viele wie im April vor einem Jahr, der erste Monat, in dem sich die Coronakrise auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht hat. Die Arbeitslosenquote liegt im Ostalbkreis mit 3,5 Prozent exakt so hoch wie im April 2020. Auf ganz Ostwürttemberg bezogen, also den Landkreis Heidenheim inbegriffen, liegt sie mit 3,9 Prozent ebenfalls auf dem Niveau vom April 2020.

Vor einem Monat waren im Agenturbezirk noch 265 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies entspricht einem Rückgang um 2,6 Prozent. Der Rückgang fiel damit etwas höher aus als im Landesdurchschnitt, wo sich die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 2,3 Prozent reduzierte. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt nun bei 3,9 Prozent. Auch im Land reduzierte sich die Quote und liegt bei 4,2 Prozent.

Dennoch seien die Auswirkungen der anhaltenden Pandemie nach wie vor auf dem Arbeitsmarkt erkennbar, sagt Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen. So meldeten sich im April mit 962 Personen wieder mehr Beschäftigte arbeitslos, als Arbeitslose in ein Beschäftigungsverhältnis kamen.

Die Arbeitslosenquote im Ostalbkreis reduzierte sich um 0,1 Prozentpunkte auf nun 3,5 Prozent. Aktuell sind im Ostalbkreis 6353 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 2,1 Prozent oder 139 Arbeitslose weniger als im März. Der Ostalbkreis ist im Vergleich zum Landesdurchschnitt, wo binnen Jahresfrist ein Anstieg von sechs Prozent in der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen war, mit einem Anstieg von 2,1 Prozent beziehungsweise 130 Arbeitslosen bisher glimpflich durch die Krise gekommen. Gleiches gilt für den Kreis Heidenheim. Im Raum Ellwangen lag die Arbeitslosenquote im April bei 2,1 Prozent, in Aalen bei 3,4 Prozent, in Bopfingen bei 3,5 Prozent und rund um Schwäbisch Gmünd bei 4,2 Prozent.

Zahl der Langzeitarbeitslosen hat zugenommen

Mit Ausnahme der älteren Arbeitslosen über 55 Jahren und der Langzeitarbeitslosen konnten alle Personengruppen von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes im April profitieren. Diese beiden Personengruppen sind von den Auswirkungen der Pandemie am Arbeitsmarkt besonders stark betroffen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg im April um 102 Personen, oder 3,3 Prozent, auf nun 3151 Arbeitslose an. Damit sind in Ostwürttemberg 32,2 Prozent aller Arbeitslosen bereits länger als ein Jahr arbeitslos. Bei den über 55-jährigen Arbeitslosen hatte die Agentur im Berichtsmonat einen leichten Anstieg von acht Personen auf nun 2766 Arbeitslose zu verzeichnen. Besonders aufnahmebereit zeigte sich laut Arbeitsagentur hingegen der Arbeitsmarkt für die Personengruppe der unter 25-Jährigen. Die entsprechende Zahl reduzierte sich um sieben Prozent auf nun 801 Arbeitslose.

Die Arbeitsagentur schlussfolgert: „Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigt, wie viel Anstrengung unsere Region aufbringt, um sich der Pandemie entgegenzustellen. Das Instrument der Kurzarbeit hält die Menschen in Ostwürttemberg in Beschäftigung und unterstützt damit nicht nur unsere Unternehmen, sondern sichert auch die finanzielle Lebensgrundlage vieler Personen, die andernfalls von Arbeitslosigkeit betroffen wären.“

„Dennoch wird die Bundesnotbremse in den kommenden Monaten in vielen Branchen weitere Spuren hinterlassen“, fügt Elmar Zillert hinzu: „Neben der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, kommt es jetzt darauf an, die Beschäftigten von heute für die Arbeit von morgen fit zu machen.“

Im April 2020 begann der Anstieg der Arbeitslosigkeit - nun sind leichte Zeichen der Entspannung sichtbar. Grafik: ca

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