TSG: Stadionneubau am Sauerbach in Planung

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Sieht imposant aus: Die TSG Hofherrnweiler/Unterrombach hat einen Stadionneubau in Planung gegeben. Neben einem Rasenspielfeld soll ein Funktionsgebäude mit einer überdachten Tribüne entstehen. Illustration: AIP - Architekten Ingenieur und Partner
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Achim Pfeifer stellt das Projekt bei der Mitgliederversammlung vor: Zum Rasenplatz kommt ein Gebäude mit Tribüne und Funktionsräumen.

Aalen-Hofherrnweiler

Achim Pfeifer hat das Warten satt. Weil sich an der schlechten Platzsituation bei der TSG Hofherrnweiler/Unterrombach seit Jahren nichts ändert, hat der Verein nun den Bau eines neuen Stadions in Planung gegeben. Bei der Hauptversammlung am Donnerstabend wurden die Mitglieder über das Projekt am Sauerbach erstmals informiert.

Die konkreten Pläne liegen bereits auf dem Tisch. Was noch fehlen: die Baugenehmigung und die Finanzierung. „Wir schaffen das aber“, sagt Pfeifer zu den Mitgliedern. Was genau am Sauerbach entstehen soll, hat der Vorsitzende detailliert erläutert. Auf dem bisherigen Nebenplatz soll ein neues Stadion entstehen - mit einem modernen Rasenspielfeld und einem Funktionsgebäude südlich des Platzes. Darin erhalten: Spieler- und Schiedsrichterkabinen, Toiletten, Catering und Physiotherapie. Auf dem Gebäude ist eine überdachte Tribüne vorgesehen mit Platz für 200 bis 500 Zuschauern plus Sponsorenränge. „Wir haben ein großes Potenzial bei der TSG, das müssen wir jetzt endlich wecken“, sagt Pfeifer, dessen Wunsch es ist, das Stadion in der Saison 2022/2023 einweihen zu können.

Bis dahin gibt es noch viel Arbeit. Zunächst wartet die TSG auf die Baugenehmigung entlang des Gewässerrandstreifens am Sauerbach, das als Hochwasserrisikogebiet ausgewiesen ist. „Der aktuelle Sachverhalt ist, dass wir uns berechtigte Hoffnungen auf die Genehmigung machen dürfen“, sagt Pfeifer. Geklärt werden müsse zudem die Finanzierung des Bauvorhabens, bei dem der Vorsitzende von einem siebenstelligen Betrag ausgeht.

Stadt: 30 Prozent Zuschuss

Tatsache ist, dass die Sportförderrichtlinien in Aalen vorsehen, dass die Stadt 30 Prozent der Kosten übernimmt. Außerdem habe der Württembergische Landessportbund (WLSB) einen Betrag zwischen 100 000 und 110 000 Euro in Aussicht gestellt. Die restliche Summe will die TSG aufbringen. „Es gibt viele Marketingmaßnahmen, die wir ausschöpfen wollen. Dazu gehört beispielsweise die Vergabe des Stadionnamens.“

Der geplante Stadionneubau ist für den Vorsitzenden „alternativlos“. Eine Sanierung der bestehenden Rasenplätze mache keinen Sinn. Denn: Das Hauptspielfeld sei durch etliche Maulwurfshügel übersäht. „Die Erlaubnis, diese zu bekämpfen, haben wir bis heute nicht erhalten.“ Ganz nebenbei habe dieser Platz kein Flutlicht. Der Nebenplatz, auf dem das neue Stadion entstehen soll, weist ein Gefälle von zwei Metern auf. „Das hat zur Folge, dass der Platz bei Regenfällen stets überflutet ist“, sagt der Vorsitzende und fügt hinzu, dass das Spielfeld „zunehmend verwildert“.

Wie bedeutend der Stadionbau bei der TSG Hofherrnweiler/Unterrombach ist, verdeutlich Pfeifer auch anhand der Mitgliederzahlen. 550 Fußballer seien im Winterhalbjahr auf einem Platz. „Die Situation ist eklatant“, stellt der Vorsitzende klar. Und trotz Corona habe die TSG weiter einen starken Zuwachs an Kickern.

Achim Pfeifer sagt, dass sich trotz einer festgestellten Unterversorgung jahrelang „nichts getan hat“. Deshalb appelliert er auch an die Stadt Aalen, dass die „nun von der Bremse geht was den Sport in der Weststadt angeht“. Mit dem Stadionneubau könne „die Attraktivität des Vereins zukunftsorientiert verbessert werden“.

Wir müssen das Potenzial endlich wecken.“

Achim Pfeifer, Vorsitzender TSG Hofherrnweiler

Hier soll das Stadion entstehen: Das neue Spielfeld mit Tribüne ist südlich der Tennisplätze am Sauerbach geplant. Grafik: ca

Tribüne TSG Hofherrnweiler Stadioneubau Sauerbach

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