Karl-Kessler-Preis für Robin Wenger

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Preisübergabe: von links Dr. Thomas Koch, Eberhard Funk, Preisträger Robin Wenger, Konrad Grimm, Manfred Grimminger, Peter-Hermann Fischer. Foto: Dominik Wolf/Alfing Sondermaschinen
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25-jähriger Absolvent der Hochschule Aalen erhält die besondere Würdigung der Firma Alfing Sondermaschinen. Was an seiner Arbeit für die Firma interessant ist.

Aalen-Wasseralfingen

Robin Wenger ist der Preisträger des Karl-Kessler-Preises 2022. Ausgezeichnet wurde er am Dienstag in einer Feierstunde bei der Firma Alfing Kessler Sondermaschinen. Geschäftsführer Dr. Thomas Koch überreichte ihm die Urkunde im Beisein von Vertretern der Alfing-Gesellschafter, der Maschinenfabrik Alfing Kessler, des Gutachterausschusses, der Hochschule Aalen und von Wengers Freunden und Familie.

Der Karl-Kessler-Preis: Seit 1980, dem 100. Geburtstag von Karl Kessler, wird der gleichnamige Preis von den Alfing-Firmen zu Ehren des Firmengründers Karl Kessler vergeben für eine „herausragende Arbeit“ eines Absolventen der Hochschule Aalen. „Die Arbeit soll sich mit einem Thema befassen, das für die Alfing-Firmen von besonderem Interesse ist“, schilderte Dr. Thomas Koch dem Publikum. Er erinnerte an das Leben und Wirken von Karl Kessler, dem Ingenieur, Unternehmer und global player seiner Zeit, der 1930 die Maschinenfabrik Alfing gründete. Was Kesslers Leben geprägt habe: Neugier, Leidenschaft für sein Fach, Bereitschaft, das eigene Können ständig zu erweitern und sein Wille zum Erfolg.

Diese Eigenschaften sehe er auch im frischgebackenen Preisträger Robin Wenger, lobte Prof. Harald Riegel, Rektor der Hochschule Aalen, in seiner Ansprache. Hinzu komme die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten, aber auch zum Lösen der Aufgaben im Team, so Riegel, der zusammen mit Prof. Eckehard Kalhöfer den jungen Mann bei dessen Forschung betreut hat.

Der Preisträger: Robin Wenger ist Realschulabsolvent, Abiturient eines Technischen Gymnasiums und schließlich Absolvent mit Bestnote des Bachelorstudiengangs Maschinenbau, Wirtschaft und Management. Er habe sich innerhalb kurzer Zeit in das Thema seiner Bachelorarbeit eingearbeitet, so Riegel. Mit dieser setzte sich der 25-Jährige aus Murrhardt in diesem Jahr gegen zwei weitere Bewerbungen um den Karl-Kessler-Preis durch. Er erhält ihn für seine Arbeit „Laserbasierte Wärmebehandlung zur Spannungsreduzierung von LPBF gefertigten AISi10Mg Bauteilen“.

Die Forschungsarbeit: Vereinfacht gesagt, hat Wenger ein lasergestütztes Verfahren entwickelt, um die Eigenspannung von Leichtbauteilen aus dem 3-D-Drucker zu reduzieren. Damit gewinnen die Bauteile an Stabilität, können zudem zeit- und kostensparender produziert werden. Was die Eigenspannung von Bauteilen ausmacht, veranschaulichte Riegel dem Publikum ansatzweise humoristisch anhand artfremden Materials: Petersilienwurzel, Karotte, Messer und Schneidebrett.

Zurzeit studiert Robin Wenger im zweiten Semester im Masterstudiengang „Advanced Materials and Manufacturing“ an der Hochschule Aalen. Man dürfe gespannt sein, „wie seine akademische Karriere weitergeht“, so Prof. Riegel. Damit nahm er Bezug auf das Promotionsrecht, das ab Herbst forschungsstarken Professoren der Hochschule Aalen verliehen wird.

Bei der Urkundenübergabe gratulierte Alfing-Sondermaschinen-Geschäftsführer Dr. Thomas Koch und erläuterte, dass der Preis erstmals mit einem Preisgeld von 2500 Euro verbunden sei. In den Vorjahren hatte man stets eine Reise zu einer internationalen Messe organisiert mit der Möglichkeit, im Anschluss Land und Leute kennenzulernen. Pandemiebedingt verzichte man auf diese Vorgabe.

Zum Abschluss lieferte Robin Wenger dem sachkundigen Publikum Einblicke in seine Bachelorarbeit, souverän und sichtlich lampenfieberfrei.

Preisträger Robin Wenger (Mitte) mit den beiden betreuenden Professoren der Hochschule Aalen, Prof. Eckehard Kalhöfer (links) und Rektor Prof. Harald Riegel

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