Naturschutzwart Josef Abele hört auf

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Josef Abele hat sich ganz lange als Naturschutzwart um die Belange der Natur gekümmert. Jetzt sucht die Stadt einen Nachfolger.

Der umweltengagierte 80-Jährige muss sein Engagement für die Lebewesen „Im Kies“ aus gesundheitlichen Gründen beenden. Doch zuvor hat er noch einen großen Wunsch.

Aalen-Wasseralfingen

Seine Fledermausführungen am Wasseralfinger Schloss sind jährlich der Renner im Sommerferienprogramm: Seit 17 Jahren kümmert sich Josef Abele, anfänglich mit seiner damals 11-jährigen Enkelin Miriam, um die Kocherhalbinsel „Im Kies“ und den dortigen Kocheraltarm in Wasseralfingen. Viel Liebe und noch mehr Herzblut hat der Naturschutzwart viele Jahrzehnte lang in sein ehrenamtliches Engagement investiert. Ein Engagement, das er nun eigener Aussage zufolge aus gesundheitlichen Gründen beenden möchte.

In den von ihm aufgehängten Nistkästen seien mindestens zehn verschiedene Vogelbrutpaare angesiedelt, unter anderem Zaunkönig, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Kleiber, Baumläufer, Star und Turmfalke.

Auch Eisvögel und Fischreiher seien hier „Im Kies“ immer wieder zu beobachten. Im Kocheraltarm tummeln sich Krebse und verschiedene Fische, als Besonderheit nennt Abele den dreistachligen Stichling, der als einziger Fisch ein Nest baut.

Neben der Pflege des Gebiets am Kocher war Josef Abele auch sonst für den Natur- und Umweltschutz aktiv, beispielsweise beim Ferienprogramm „Wir beobachten Fledermäuse“, bei Führungen für Schulklassen und Kindergärten oder der Zusammenarbeit mit der Umwelt-AG der Karl-Kessler-Schule.

Josef Abele wurde mit 15 persönlichen Umweltschutzpreisen ausgezeichnet - und ja, dem 80-Jährigen fällt es schwer, aufzuhören. Deshalb ist ihm ganz wichtig, einen Nachfolger für diese Naturschutzaufgabe zu finden, „gerne auch mehrere Interessierte“. Er würde gerne sein Wissen weitergeben.

Wer Interesse hat, kann sich beim Bezirksamt Wasseralfingen informieren, Tel. (07361) 9791-0, dort wird auch der Kontakt zu Josef Abele vermittelt.

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