Weitere Kritik an der Wilhelmstraße

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Im September soll auch der Belag der Auguste-Keßler-Straße saniert werden.
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Zwei SchwäPo-Leser bemängeln nach der Sanierung: Radler könnten nicht links abbiegen, für den Lärmschutz sei nicht gesorgt und der Belag an der Kreuzung sei immer noch schlecht.

Aalen-Wasseralfingen

Nicht zufrieden war der Gemeinderat nach der Sanierung der Wilhelmstraße. Nicht grün genug sei sie geworden, so der Tenor. Gar von „Asphaltwüste“ war die Rede. Aus der Bevölkerung kommt weitere Kritik. Die SchwäPo-Leser Manuel Rathgeb und Markus Schmid bemängeln insbesondere diese drei Punkte:

Fahrradunfreundlich: Rathgeb bezieht sich auf das Radverkehrskonzept der Stadt. Das sehe an der Kreuzung Wilhelmstraße und Stiewingstraße eine Überleitung auf die Fahrbahn und eine erweiterte Radaufstellfläche für alle Knotenpunktarme vor. „Nur so ist ein Abbiegen von Süden nach links Richtung Westheim möglich“, schreibt Rathgeb und fragt: „Warum wurde dies nicht umgesetzt? Wann wird dies umgesetzt? Warum wird dies nicht gleich im Rahmen der Sanierung umgesetzt, um Kosten zu sparen?“

Stephan Dürr, der stellvertretende Pressesprecher der Stadt Aalen, antwortet: „Das Maßnahmenpaket, das mit dem Radverkehrsverkehrskonzept beschlossen wurde, ist sehr umfangreich und wir sind dabei, die Maßnahmen nach und nach umzusetzen.“ 20 Millionen Euro gibt die Stadt ihm zufolge bis 2030 dafür aus. Die Rad- und Gehwege in der Wilhelmstraße seien aber ausreichend breit und würden eine „komfortable Nutzung“ ermöglichen.

Lärmschutz: Rathgeb bemängelt außerdem eine weitere Maßnahme, die bei Sanierung noch nicht umgesetzt worden sei: „Am 16.11.2017 wurde der Lärmaktionsplan der Stadt Aalen verabschiedet“, so der SchwäPo-Leser. „Hier wurde im Bereich der sanierten Wilhelmstraße als kurzfristige Maßnahme eine nächtliche Absenkung auf Tempo 30 beschlossen.“ Doch die entsprechenden Schilder fehlen Rathgeb zufolge bis heute. Dürr antwortet: „Für die Umsetzung der Maßnahmen des Lärmaktionsplanes bedarf es einer Beratung und Beschlussfassung im Gemeinderat.“ Eine Beschlussvorlage dazu soll dem Gremium im Herbst vorgelegt werden.

Schlechter Straßenbelag: Leser Markus Schmid hat sich vor rund drei Wochen schon einmal an die SchwäPo gewandt und den schlechten Zustand des Straßenbelags an der Kreuzung der Wilhelmstraße zur Auguste-Keßler-Straße kritisiert. Dort liefen noch etwa vier Wochen lang Arbeiten an den Gasanschlüssen, hieß es damals von der Stadt. Anschließend würden die Beläge wieder hergestellt.

Schmid hat Bauarbeiten dort beobachtet. „Seit allerdings mindestens zwei Wochen passiert an dieser Stelle einfach nichts mehr“, stellt er fest und fügt an: „Der Zustand der Straße und der Gehwege ist nach wie vor grottenschlecht.“

Dürr antwortet, dass es sich um eine Baustelle der Stadtwerke handle: „Nach unseren Informationen werden die Arbeiten an der Gasleitung Anfang September an anderer Stelle in dieser Straße fortgesetzt und nach Abschluss der Baumaßnahmen dann Lücken im Straßenbelag geschlossen.“

Auch nach der Sanierung der Wilhelmstraße ist der Belag an der Kreuzung zur Auguste-Keßler-Straße noch "grottenschlecht", bemängelt SchwäPo-Leser Markus Schmid.
Wer auf diesem Radweg nach Norden (in Blickrichtung) fährt, kann nicht links abbiegen. Dass das bei der Sanierung der Wilhelmstraße nicht bedacht worden ist, kritisiert SchwäPo-Leser Manuel Rathgeb.

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