Kommt bald Wein vom Ipf?

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Die Württembergische Weinprinzessin Henrike Heinicke und Bopfingens Bürgermeister Gunter Bühler entnahmen Bodenproben für den künftigen Weinberg unterm Ipf.
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In Bopfingen laufen Untersuchungen für den Anbau von Rebstöcken unterhalb des Ipf. Wenn alles gut geht, kann bald gepflanzt werden.

Bopfingen

Gibt es bald einen Bopfinger Wein, Ipf Südlage? Die Idee ist schon seit einiger Zeit bei der Württembergischen Weinprinzessin Henrike Heinicke gereift. Nun könnte es ernst werden. Mit einer Ziehung von Bodenproben begann nun der offizielle Schritt, um einen Weinberg nördlich der Schule am Ipf zu erstellen.

Zusammen mit Bopfingens Bürgermeister Gunter Bühler ging die Weinprinzessin Henrike Heinicke an die Arbeit.

Wer mehr als 99 Reben anpflanzt, muss zuerst einen Antrag auf den Anbau von Wein stellen. Das ist nicht so einfach, da es insgesamt nur 13 Anbaugebiete gibt. Diese sind geschützt. „Darum muss der Wein Deutscher Landwein heißen,“ erklärte Henrike Heinicke.

Weinreben für 2000 Flaschen Wein neben der Schule denkbar

Auf der 2200 Quadratmeter großen Fläche neben der Schule am Ipf wäre es möglich, 2000 Reben zu pflanzen, so schätzt die Expertin, das bedeutet circa 2000 Flaschen Wein. „Bopfingen hatte in früherer Zeit einen Weinberg im Remstal,“ weiß Bürgermeister Gunter Bühler, doch dieser fiel vermutlich an das Land Württemberg, um die Schulden der Reichsstadt zu bezahlen.

Nun wurden fünf Proben zu jeweils fünf Bohrungen gezogen. Diese werden durch das landwirtschaftliche Bodenlabor in Ellwangen untersucht. Dabei wird der PH-Wert, der Kalkbedarf und der Humus der Erde festgestellt.

Auf Grund dieser Daten kann die Rebsorte für den Anbau ausgesucht werden.

„Der Anbau wird in jedem Fall biologisch vollzogen,“ sagt Bühler. Soll heißen, es wird eine sehr pilzresistente Sorte werden.

In Zusammenarbeit mit dem Weingut Escher aus Schwaikheim, soll nun alles für die Pflanzung vorbereitet werden.

Pflanzrecht ab Januar 2023, Wein-Paten gesucht

„Wir gehen davon aus im Januar 2023 das Pflanzrecht zu erhalten,“ sagt Weinprinzessin Henrike Heinicke. Zuerst muss aber noch eine Zwischenfrucht gepflanzt werden, um den Boden ideal vorzubereiten. Die Bepflanzung mit den Reben soll dann im März 2024 erfolgen, dann würde es ab 2026 Most und ab 2027 Wein aus Bopfingen geben.

„Wir sind nicht als Weinanbaugebiet ausgewiesen, deshalb dürfen wir keine Ortsbezeichnung tragen,“ erklärt Heinicke die rechtliche Situation.

Nun beginnt auch die Suche nach Reb-Paten und ehrenamtlichen Helfern, die Interesse haben, an einem Weinberg mitzuwirken. „Diese dürfen sich gerne in meinem Vorzimmer melden,“ sagt Bopfingens Bürgermeister Gunter Bühler.

Man darf sich schon auf die ersten Flaschen aus dem Weinberg unter dem Ipf freuen.

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