Abrissparty: Jugendzentrum blüht ein letztes Mal auf

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Die Band "Lilak" um Frontmann und Multiinstrumentalist Tim Hunke gefiel bei der Abrissparty im Juze mit einem bunten Stilmix aus Hip-Hop, Pop, Funk und deutschen Texten. Foto: AK
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  Im Juze kehrt mit einem musikalischen Abschiedsfest noch einmal richtig Leben ein. Ab dem 10. Oktober findet der Umzug statt.

Ellwangen. Am Wochenende ließ man es bei der „Abrissparty“ am Ellwanger Juze ein letztes Mal ordentlich krachen. Mit jeder Menge Live-Auftritte zahlreicher Bands und fetziger, poppig-rockiger Musik ließen die Musiker das Jugendzentrum nochmals hochleben. 

Das Gebäude muss Platz machen für die Landesgartenschau 2026 und ab dem 10. Oktober findet dann der Umzug in die neuen Räumlichkeiten in eines der Gebäude in der ehemaligen Reinhardt-Kaserne statt. „Wir haben schon einiges vorbereitet, aussortiert, was wir für unsere neue Heimat benötigen und was nicht. Viele Kartons sind schon voll“, berichtet die neue Juze-Leiterin Magret Schreg.  

„Die besteste Band der Welt“, eine Coverband von Chris und Lars Eberhard und Johannes Schager heizte zu Beginn des Konzerts mit Rock-Hits ein. Die sechsköpfie Band „Lilak“ um Tim Hunke ließ originelle und eingängige Eigenkompositionen erklingen, die sofort ins Ohr gingen. Die musikalische Bandbreite von „Lilak“ reichte von tanzbarem Hip-Hop, Pop, Funk bis hin zu Bossa Nova. „Hempl’s Couch“ aus Hüttlingen kredenzte einen bunten Stilmix aus Rock, Metal, gewürzt mit ein wenig Funk, der prima ankam beim Publikum.

Juze-Mitinitiator Josef Baumann erinnerte an die Entstehungsgeschichte des heutigen Juze, in das man 1988 einzog. Man erbrachte stolze 50 000 D-Mark an Eigenleistungen für den langwierigen Umbau. Damals gab es auch noch die sehr beliebte Juze-Zeitung, die man für gerade einmal 50 Pfennig erstehen konnte, berichtete Baumann.     

Mit dem Gewinner des deutschen Rock- und Pop-Preises 2019, Kategorie Singer/Songwriter, und Axel Nagel zog danach groovender Folk und feine Soulmusik ins Juze ein, die begeisterte und sofort ins Blut ging. „Red Iris“ aus Geislingen hatten fetzigen post-progressive Rock im Gepäck.  

 Die neu gegründete Ellwanger Band  „Hartplatz Session“ schlug mit Hardcore Hip-Hop und Punk eine deftigere, härtere musikalische Gangart an, die ebenfalls Gefallen beim Publikum fand. Die DJ’s „Waldi und Fett“ legten am Ende des Konzertevents heiße Scheiben auf und ließen die bunte Party munter ausklingen.               

Die Abrissparty bot beste Gelegenheit, alte Bekannte wieder zu treffen und Erinnerungen aufleben zu lassen an eine schöne unbeschwerte Zeit im Juze. Juze-Leiterin Margret Schreg blickt schon ein bisschen wehmütig zurück, an viele tolle Erlebnisse, Begegnungen und Live-Veranstaltungen: „Es war eine bewegende und bewegte Zeit, die ich nicht missen möchte. Die freundschaftliche, familiäre Atmosphäre hat das Ellwanger Juze immer ausgezeichnet. Jeder war für den anderen da und man hat sich unterstützt. Es war ein schönes Miteinander. Aber in der Reinhardt-Kaserne haben wir ein passendes neues Domizil gefunden, das unseren Ansprüchen gerecht wird.“          

    

 

   

 

Die Band "Lilak" um Frontmann, Sänger und Multinstrumentalist Tim Hunke gefiel bei der Abrissparty im Juze mit einem unbeschwerten bunten Stilmix aus Hip-Hop, Pop, Funk und deutschen Texten. Foto: AK

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