Ostalb-Check: Das sagt Adelmannsfelden

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Adelmannsfelden
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In der kreisweiten Umfrage schneidet Adelmannsfelden besonders beim ÖPNV schlecht ab. Am häufigsten sind Wünsche nach Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche und einem Supermarkt.

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Durchschnittlich 45,4 Jahre sind sie alt, die 1710 Einwohnerinnen und Einwohner von Adelmannsfelden. Diese Zeitung wollte von ihnen wissen: Wie lebt es sich in Adelmannsfelden? Was macht das Leben dort lebenswert? Oder eben nicht so sehr? Womit sind sie zufrieden? Wo ist Luft nach oben? Über vier Wochen hinweg und in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt gab es den Ostalbcheck als Online-Umfrage. Als zweiten Gemeinde in der Auswertung ist Adelmannsfelden dran. So hat die Gemeinde abgestimmt. 

Die nicht so guten Nachrichten zuerst...

Kurz und schmerzlos: Adelmannsfelden schneidet etwa unterdurchschnittlich ab. Mit einem Durchschnitt in 5,8 allen Kategorien belegt die Gemeinde Platz 32 von 43. Der Durchschnitt aller Gemeinden liegt bei 6,1. 

In Sachen Lebensqualität landet die Gemeinde mit 6,8 um 0,4 Punkte hinter dem Ostalbdurchschnitt von 7,2. Vor allem der öffentliche Nahverkehr steht in der Gemeinde in der Kritik. Mit einem Wert von 3,2 landet Adelmannsfelden damit auf einem der hintersten Plätze im Ostalbkreis. In Sachen Digitalisierung liegt die Gemeinde mit 4,8 hinter dem Ostalbdurchschnitt von 5,4, beim Thema Einzelhandel unterschreitet Adelmannsfelden mit 4,3 den Durchschnitt von 6,4.

Kulturelle Angebote werden von den Teilnehmenden des Ostalbchecks in Adelmannsfelden mit einem Wert von 4,9 bewertet. Ostalbdurschnitt: 6,2. Der Klimaschutz landet in der Gemeinde mit 5,2 hinter dem Durchschnitt von 5,5. 

Die Seniorenfreundlichkeit landet mit einem Wert von 5,2 hinter dem Kreisdurchschnitt von 6,3. Auch Angebote für Kinder und Jugendliche schneiden mit 5,8 schlechter ab als der Durchschnitt mit 6,7.

Auch die Gastronomie erhält einen etwa unterdurchschnittlichen Wert von 5,9 im Gegensatz zur ostalbweiten 6,2.

Die Gesundheitsversorgung landet mit 6,1 ungefähr im Durchschnitt von 6,0. Auch das Vereinsleben schneidet mit einem durchaus guten Wert von 6,8 leicht unterdurchschnittlich im Vergleich zur Ostalb mit 7,2 ab. 

... und dann die guten

Der Immobilienmarkt, die Verkehrsbelastung, die Sicherheit und die Sauberkeit sind die Punkte, in denen sich Adelmannsfelden über den Durchschnitt im Ostalbkreis hinwegsetzt. 

Beim Immobilienmarkt liegt die Gemeinde mit 6,0 über dem Schnitt von 4,9. 

Während die Verkehrsbelastung kreisweit bei 5,1 liegt, kann sich Adelmannsfelden mit einer soliden 6,8 durchsetzen. 

Die Sicherheit wird von den Teilnehmenden der Umfrage mit 7,3 bewertet. Nur die Gemeinden Täferrot, Stödtlen, Ellenberg, Spraitbach, Westhausen und Waldstetten erzielen hier höhere Werte. Durchschnitt auf der Ostalb: 6,6. 

Die beste Bewertung in Adelmannsfelden geht an die Kategorie Sauberkeit. Mit 7,5 liegt die Gemeinde über dem Schnitt von 6,7. 

Bleiben Jugendliche auf der Strecke?

Im Rahmen des Ostalbchecks hatten Teilnehmende auch die Chance, Kommentare abzugeben. Die meisten Rückmeldungen drehen sich um eines: Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. In diesem Zusammenhang fällt oft der einzige Spielplatz der Gemeinde, der laut Umfrage nicht zeitgemäß sei. 

Weitere Teilnehmer beklagen, dass es abseits des Sportvereins kaum alternative Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche gebe und dass neben Fußball und Faustball nicht viel zur Auswahl stehe. Oft fällt der Wunsch nach Treffpunkten für junge Menschen in Adelmannsfelden. In diesem Zusammenhang wird zum Beispiel der Bau einer Pumptrackanlage oder eines Skateparks vorgeschlagen.

Mehrere Teilnehmende kritisieren, dass es auch für Senioren wenig Angebote gebe.

Eine neue Einkaufsmöglichkeit?

Ein weiterer Wunsch, den viele Teilnehmende äußern ist der nach einem Supermarkt oder Discounter. Im besten Fall ein Geschäft, das täglich öffnet und Lebensmittel, Bäcker und Metzger vereint, präzisiert ein Teilnehmer. 

Weitere Themen, die Teilnehmende in den insgesamt 24 Rückmeldungen ansprechen, sind der Verkehr in und um Adelmannsfelden. Die Gemeinde sei ein schöner Ort, heißt es in einem Beitrag. Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt wäre jedoch wünschenswert. 

In einem anderen Beitrag wird der Ausbau direkter Radwege, etwa nach Ellwangen, gefordert. Trotz allem dürfe man nicht vergessen, wie wichtig das Auto auf dem Land ist, heißt es in einem anderen Beitrag.

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