Die Ellwanger lieben's indisch

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Rakesh Bhatt hat im Februar 2020 das Taj Mahal in Ellwangen eröffnet. Das indische Restaurant konnte sich in Ellwangen schnell etablieren.
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Im Februar 2020 hat Rakesh Bhatt in Ellwangen das indische Spezialitätenrestaurant Taj Mahal eröffnet. Es  konnte sich - trotz Corona-Pandemie - innerhalb kürzester Zeit in der Stadt etablieren.

Ellwangen.

Die Startbedingungen für das Taj Mahal waren Anfang 2020 alles andere als leicht. Das Restaurant von Rakesh Bhatt öffnete mitten in der Corona-Pandemie, konnte sich aber - trotz der widrigen Startbedingungen - durchsetzen. Die Geschäfte seien in Ellwangen von Beginn an gut gelaufen das Taj Mahal sei von den Ellwangern gut angenommen worden, sagt Bhatt und tritt in diesem Zuge vehement Gerüchten entgegen, das beliebte Lokal werde womöglich bald schließen. „Ich werde noch mindestens die nächsten 40 Jahre in Ellwangen sein“, sagt der Restaurantbetreiber breit lächelnd, aber auch bestimmt. 

2007 war Bhatt nach Deutschland übergesiedelt. Hier arbeitete er anfangs als angestellter Koch in der Gastronomie, ehe er dann in München den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Aktuell betreibt Bhatt noch zwei Restaurants - eines in Gunzenhausen und eines in Ellwangen. Sein Hauptaugenmerk liege dabei klar auf dem Taj Mahal in Ellwangen, betont der Restaurantleiter. Er lebt seit 2020 in der Stadt, fühlt sich hier ausgesprochen wohl und freut sich über seinen gastronomischen Erfolg.

Dem ordnet Bhatt aber auch alles unter. Das Taj Mahal, in dem aktuell vier Köche und drei Servicekräfte, beschäftigt sind, hat durchgehend geöffnet - auch an Sonn- und Feiertagen. Von Ruhetagen oder gar Betriebsferien hält Bhatt nicht viel. „Das tut einem Restaurant nicht gut“, findet der Gastronom. Und so gönnt er sich selbst - im Gegensatz zu seinen Angestellten - auch keine Pause. „Das Taj Mahal ist mein Leben. Ich kenne mittlerweile so gut wie jeden Gast, der zu uns kommt. Denn: Wer einmal bei uns war, der kommt auch wieder.“

Tatsächlich lockt das Restaurant mit einer gigantischen Speisekarte - über 100 indische Gerichte finden sich darauf; Desserts und Vorspeisen sind da noch nicht mit eingerechnet. Und die Karte soll weiter wachsen. Bhatt hat sich weitere Spezialitäten für sein Restaurant einfallen lassen. Rund zehn neue Gerichte werden spätestens nächstes Jahr dazukommen, kündigt er an.

Angenommen werde von den Gästen eigentlich alles gleichermaßen gut, sagt Bhatt. Würzig-scharfe Spezialitäten mit Lamm, Ente, Rind oder Hühnchen seien genauso gefragt wie etwa die vielen vegetarischen Gerichte. Ein besonderer Tipp seien laut Bhatt die „Thalis nach Art des Hauses“. Thali bedeutet auf Hindi „Platte“ und bezeichnet in der indischen Küche eine Mahlzeit, die aus verschiedenen, regionalen Gerichten besteht. Meist bestehen Thalis aus Gemüse- und Fleischcurrys. Alle Gerichte werden in kleinen Metalschalen auf einem runden Tablett, das ebenfalls Thali heißt, serviert. Zum Thali wird traditionell Reis gegessen und meistens auch etwas Naan-Brot, ein indisches Fladenbrot.  „Wer die indische Küche wirklich kosten will, der sollte Thalis bestellen“, rät Bhatt, der dem ehemaligen Paulaner Journal mit farbenfrohen Kissen und Vorhängen zumindest einen Hauch Orient verpasst hat. Bis zu 120 Gäste finden im Innenbereich des gemütlichen Lokals Platz; der Biergarten umfasst weitere 300 Plätze. Dazu kommt noch ein Extraraum samt eigener Bar, der von Privatgesellschaften oder auch Firmen gebucht werden kann.

Verpächterin Ingrid Mayer freut sich über den Erfolg des Taj Mahal. „Wir hoffen, dass uns Rakesh Bhatt  als Pächter noch sehr lange erhalten bleibt.“ In diesem Zuge unterstreicht Mayer, dass der Inder sein Lokal im Übrigen auch für Konzerte und andere Events zur Verfügung stellen oder sich an der Kulturreihe „Sommer in der Stadt“ beteiligen würde. „Man muss ihn da nur mit einbinden und auf ihn zugehen. Dann läuft das auch.“

Was man über das Taj Mahal wissen sollte:

Das Taj Mahal ist durchgehend geöffnet. Die Öffnungszeiten sind montags bis samstags von 11.30 bis 14.30 Uhr und 17 bis 23 Uhr sowie sonn- und feiertags durchgehend von 11.30 bis 23 Uhr. Von Montag bis Freitag gibt es von 11.30 bis 14.30 Uhr einen Mittagskarte mit vergünstigten Preisen.

Das Taj Mahal liefert seine Speisen auch aus. Und das sogar kostenlos im näheren Umkreis von Ellwangen. Wer bestelltes Essen selbst abholt, erhält zehn Prozent Rabatt sowie eine Gratis-Tasse Chai-Tee.

Das günstigste Hauptgericht im Taj Mahal ist das indische Nationalgericht Dal Tarka, das aus Linsen und mit Butter zubereitet wird. Es kostet 9,90 Euro. Zu den teuersten Hauptspeisen gehört im Taj Mahal das Fisch Thali - es umfasst drei verschiedene Fischgerichte mit Raita - das ist eine beliebte indische Beilage, die auf Joghurt und frischem Gemüse basiert - sowie Salat, Nan-Brot und Basmati-Reis. Der Preis dafür liegt bei 19,90 Euro.

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