Was sich Neulermer wünschen

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Die Planung Ortsmitte stand in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung
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Die Planung der Ortsmitte stand im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung in Neuler.

Neuler

Die Planung Ortsmitte gemeinsam barrierefrei und lebenswert gestalten wurde von Architekt Nils Becker von der Planersocietät aus Stuttgart in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt.

Neuler wurde als eine von 20 Modellkommunen für das Projekt ausgesucht, ihre Ortsmitte zum zentralen Treffpunkt des gesellschaftlichen Lebens und als Ort der Beteiligung zu etablieren und weiterzuentwickeln. Um zu ermitteln wie die Neulermer sich ihren Ortsmittelpunkt wünschen und als lebenswert erachten, hatten Architekten Online-Befragungen und zwei Workshops durchgeführt. Zwei Schwerpunkte wurden dabei genauer untersucht: Der Dorfplatz und das Fuß- und Radwegenetz. Der Dorfplatz, so Becker in seinem Abschlussbericht, habe großes Potential. Bis jetzt sei keine Nutzungs- oder Verweilqualität vorhanden. Pflanzkübel könnten den Platz zur Straße hin vom Verkehr abschirmen. Spiel- und Sitzmöglichkeiten sollten geschaffen werden. Um den Platz gut fuß- oder radläufig erreichen zu können, sei es nötig Wegeverbindungen zur Ortsmitte hin herzustellen. Die Hauptrouten dorthin sollten als Fuß- und Radweg markiert sein, die Gehwege an den Einmündungen abgesenkt sein. Ebenfalls erstrebenswert die Querungssituation für Fußgänger an der Haupt-, Schwenninger- und Ellwanger Straße zu verbessern. Hier schlug er die Installierung eines Minikreisels vor.

In weiteren Maßnahmen an den Bushaltestellen würden Mittelinseln zur Verkehrsdrosselung beitragen. Auch Sitzgelegenheiten alle 200 bis 300 Meter kämen nicht nur Senioren zugute. Sie könnten besondere Punkte, wie den Einstieg zum Skulpturenpark hervorheben. Bürgermeisterin Sabine Heidrich dankte dem Architekten für seine Arbeit und den Bürgern für die starke Beteiligung an den Workshops. „Neulers starke Mitte soll nun Step by Step auf den Weg gebracht werden.“ Als erste kleine Maßnahme gebe es auf dem Dorfplatz Pflanzbeete, sobald der Maibaum seine Zeit gehabt hat.

Auf der Gemeindefläche von Neuler ist es an verschiedenen Orten, möglich Freiflächenphotovoltaikanlagen zuzulassen. Nur wollen dies die Neulermer Bürger? Oder ist es, um etwas zur Klimaneutralität beizutragen notwendig? Politisch gewünscht, so die Bürgermeisterin, sei es auf jeden Fall. Noch habe die Gemeinde Einfluss auf das „Wie groß, wo und wer“. Die Frage sei: Will Neuler diese Möglichkeit nutzen oder sagen seine Bürger wir erzeugen durch unseren jetzigen Energie-Mix bereits ausreichend erneuerbare Energien. Oder wie es Heidrich formulierte: „Man könne sagen: Wir sind schon durch, da man jetzt schon zweihundert Prozent Erneuerbares bezogen auf den Energiebedarf produziere“.

Projektierer, die sich bei der Gemeinde melden, und Grundstückseigentümer, die ihre Flächen für PV-Anlagen zur Verfügung stellen, gebe es bereits. Den Gewinn aus der Anlage habe natürlich der Betreiber. Es profitieren allerdings die Grundstückseigentümer und die Kommune. Ein wichtiger Faktor, der noch vage bleibe, sei die Möglichkeit zur Einspeisung, Umspannwerke gebe es in Ellwangen und Goldshöfe.

Generell gebe es bei dem ganzen Thema noch viele Fragezeichen, so die Bürgermeisterin, die man gerne mit den Bürgern abarbeiten wolle. „Neuler hat so viel ebene Flächen für die Landwirtschaft, da sei es sinnvoll zuerst Dachflächen und Flächen neben Autobahnen und Bahntrassen mit solchen Anlagen zu belegen“, meinte Rat Veit Hofrichter. Er gab auch zu bedenken nicht immer mehr Strom zu verbrauchen, sondern auch Möglichkeiten zur Stromeinsparung zu prüfen.

Dies könne auch in der Bürgerversammlung am Montag 30. Mai um 19 Uhr in der Schlierbachhalle diskutiert werden.

Die Planung Ortsmitte stand in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung
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Was wünschen sich die Einwohner von Neuler? Die Planung Ortsmitte stand in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung.

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