Daimlerstraße wird Gewerbefläche

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Varta hat auf Teilen des ehemaligen Mödinger-Areal bereits Platz für Mitarbeiterparkplätze geschaffen. Nun regelt ein Bebauungsplan, was auf der Brache künftig möglich ist. Wohnungen können auf der Fläche nicht entstehen.
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Mit dem Bebauungsplan für das ehemalige Mödinger-Areal kommt das endgültige Aus für Wohnbebauung.

Ellwangen

Recht kurz und schmerzlos verabschiedete der Bauausschuss bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung die Aufstellung eines Bebauungsplans für die "Daimlerstraße Südwest", in Ellwangen besser bekannt als "Mödinger-Areal".

Ziel der Planung der Stadt war es dabei, innerörtliches Entwicklungspotenzial zu heben und aus der ehemaligen, gut 2,6 Hektar großen Holzwerk-Brache wieder Flächen für gewerbliche Nutzungen zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu machen.

Stadtplaner Michael Bader bescheinigte der Daimlerstraße "den Charakter eines gewachsenen Gewerbegebiets."

Das zweite Ziel der Planung war es gleichzeitig, das "Grüne Band" entlang des Böschungsbereichs der Daimlerstraße zu erhalten. Im flachen Teil des Plangebiets soll zur besseren Nutzbarkeit der Gewerbefläche aber teilweise eine Reduzierung von Grünbereichen möglich sein. Dann müssten dafür vom Bauherrn ein entsprechender ökologischer Ausgleich erbracht werden. Zudem sind im Plangebiet höhere Gebäude bis 25,5 Meter zulässig, um mit Grund und Boden sparsam umzugehen.

Wohnen und Betriebswohnen ist mit der Aufstellung des Bebauungsplanes künftig nicht mehr zulässig. Das bedeutet, dass keine Erweiterungen oder Ersatzneubauten von Wohnungen in anderer Form zulässig sind. Für vorhandene baurechtlich genehmigte Wohnnutzung besteht Bestandsschutz.

"Wir alle wollen sparsam mit Flächen umgehen. Dann müssen wir in die Höhe."

Volker Grab , Bürgermeister

Im Gewerbegebiet sind Vergnügungsstätten, zentrenrelevanter Einzelhandel, Beherbergungsbetriebe und Wohnnutzungen aufgrund des Umfeldes, fehlender Standorteignung und zum Schutz bzw. zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf den zentralen Versorgungsbereich (Innenstadt) unzulässig.

In den Bauvorschriften sind zudem Regelungen zur Steuerung von Werbeanlagen getroffen. Fassaden sind ab einer Länge von 50 m zu gliedern, etwa durch Fensterelemente oder Fassadenbegrünung. Zudem ist die maximale Gebäudelänge auf 125 Meter für Gebäude oder Gebäudeteile mit einer Höhe vom mehr als 17 Meter begrenzt.

Fritz Widmann wollte wissen, ob es konkrete Anfragen für derartige Gebäude bereits gebe. Bürgermeister Volker Grab verneinte dies knapp.

Rudolf Kitzberger wollte sichergestellt wissen, dass "die Sichtverbindung zum Schloss nicht zugestellt wird." Grab verwies darauf, dass die zulässige Höhe fünf Meter niedriger als das nahegelegene Hochregallager der Firma Varta sei. "Aufgrund der Stadtnähe haben wir das berücksichtigt", so Grab, "aber wir alle wollen sparsam mit Flächen umgehen. Dann müssen wir in die Höhe."

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