8. Ellwanger Tage - Lebendige Geschichte

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Alamannenmuseum Ellwangen

Bei Workshops und Vorträgen lernten Geschichtsdarsteller, worauf alles zu achten ist.

Ellwangen. „Praktische Überlegungen zur Geschichtsdarstellung“ war das Thema der 8. Ellwanger Tage - Lebendige Geschichte, die Mitte Mai im Alamannenmuseum Ellwangen abgehalten wurden, wie die Alamanni Ellwangen mitteilen.

Die Ellwanger Tage - Lebendige Geschichte sind eine Fortbildungsveranstaltung für Geschichtsdarsteller, die sich im Alamannenmuseum etabliert hat. Dieses Mal nahmen fünfzehn Personen teil. An zwei Tagen lernten sie in verschiedenen Vorträgen und Workshops nützliche Details zur Geschichtsdarstellung.

Jürgen Heinritz, Vorsitzender der Alamanni, der Darstellergruppe, die im Alamannenmuseum Ellwangen beheimatet ist, war in Zusammenarbeit mit dem Museumsleiter Andreas Gut Hauptorganisator der Ellwanger Tage.

Im ersten Workshop wurden Überlegungen zu einem „Kit-Guide“ angestellt. Dieses soll es Einsteigern erleichtern, sich mit ihrer Rolle besser zu identifizieren. Im „Kit-Guide“ kann sich eine Darstellergruppe beispielsweise festlegen, welche Epoche sie repräsentieren möchte, wie die Kleidung aussehen soll oder was sonst noch als Ausstattung benötigt wird.

Durch Authentizität wirken

Für den Workshop am Samstagmorgen konnte Charlotte Braig als Referentin gewonnen werden. Sie machte die Teilnehmer auf die zahlreichen Details aufmerksam, auf die beim Präsentieren zu achten ist, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Körpersprache, Aussehen, Kleidung, Präsenz, Emotion - so vieles spiele mit, wenn man etwas darstellt. Ob, wie und wann ein Darsteller „wirkt“, müssten viele erst lernen. Die Darsteller müssten in ihre Rolle schlüpfen und sie authentisch leben, nur so könnten sie Außenstehende begeistern und Wissen teilen.

Im dritten Workshop zielte Jürgen Heinritz bereits auf die Landesgartenschau in Ellwangen 2026 hin. Er stellte mit den Teilnehmern einen ausführlichen Plan auf, wie der Alltag im alamannischen Jahresablauf aussah. Beispielsweise musste Käse im Frühjahr gemacht werden, weil die Tiere damals nur im Frühjahr ihre Jungtiere bekamen, also gab es nur im Frühjahr genug Milch. Im Winter standen vor allem Arbeiten auf dem Plan, die auch mit wenig Licht zu bewerkstelligen waren, wie etwatöpfern. Anhand dieser Aufstellung ließ sich erkennen, welche Aufgaben man in einer saisonalen Präsentation zeigen konnte. Damit wollte Heinritz auch Ideen für die Landesgartenschau sammeln. Die Alamanni werden dort das Alamannenmuseum vertreten und täglich Vorführungen zeigen.

Zum Ende gab Heinritz einen kleinen Ausblick auf das Alamannenforum im Oktober, an dem Methoden gezeigt werden, um Lebensmittel ohne Kühlschrank haltbar zu machen. An den neunten Ellwanger Tagen - Lebendige Geschichte, die für den 11. und 12. Februar 2023 geplant sind, sollen Freeman Tilden und die Vermittlungsarbeit im Fokus stehen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert von der Fortbildung und nahmen viel Neues mit nach Hause, so die Alamanni.

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