Hochklassig, aber nicht bierernst

Die "Stuttgarter Saloniker" kündigten ihr Fasnetskonzert in Ellwangen mit dem Versprechen an, die Stadthalle mal richtig aufzumischen. Das wurde eingelöst: Das Orchester, verstärkt mit Ellwanger Musikern, begeisterte närrische und ernste Konzertbesucher.

Trotz des klassischen Repertoires mit Stücken von Johann Strauß, Pascual Marquina oder Glenn Miller, machte Kapellmeister Patrick Siben von Beginn an deutlich, dass das keinen bierernster Auftritt werden würde. Als Klavierhocker dienten ihm zwei Bierkisten, aus denen freiwillige Musiker aus dem Publikum mit Faschingsbier entlohnt wurden. Die leeren Sitze des Elferrats besetzte er mit jugendlichen Hexen, Clowns und närrischem Volk. Mächtig dröhnten bei "Eine Nacht aus Venedig" die Glocken des Markusplatzes aus dem Publikum. Glänzend schlugen sich auch die Ellwanger: Schlagzeuger Josef Ott und Monika Willand, die mit ihrem Instrument bei der Polka den alten Brummbär spielte. Selbst musikalisch aktiv werden durften die Zuhörer bei der "Petersburger Schlittenfahrt". Nach beschwingten Tanzrunden forderte Siben die Ellwanger Fasnachtszünfte noch zum Minisänftenrennen. Die Kiste Bier als Siegesprämie sicherte sich die Krähengarde. Ohne Zugabe durften die hochklassiken Salonorchester-Musiker nicht ausziehen. Als Schmankerl gabs den Glenn Miller Klassiker "Pennsilvania 6-5000" und als letzte Tanzrunde obendrauf einen spanischen Zigeunertanz Paso doble.

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