Mit Video: Großeinsatz der Polizei in der LEA Ellwangen

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60 Einsatzkräfte der Polizei und zahlreiche Rettungsdienst-Mitarbeiter sind am Freitagabend bei einer Auseinandersetzung in der LEA in Ellwangen im Einsatz.
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Vier Verletzte und zwei Festnahmen. Zahlreiche Einsatzkräfte und ein Rettungshubschrauber waren vor Ort.

Ellwangen. Am frühen Abend kam es zu einem Großeinsatz der Polizei in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Ellwangen (LEA). Nach Auskunft von Polizeisprecher Holger Bienert waren mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Einsatz, dazu gehört unter anderem die Bereitschaftspolizei in Göppingen, 60 Einsatzkräfte vor Ort. Auch zahlreiche Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber waren ebenfalls vor Ort. Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei hatten demnach ausgangs drei Palästinenser eine Auseinandersetzung mit einem 19 Jahre alten Afghanen. Der Hintergrund ist laut Polizei unklar. Es solidarisierten sich drei Männer mit dem 19-Jährigen und waren am weiteren Konflikt beteiligt. Diese vier Personen trugen Verletzungen davon und wurden später vom Rettungsdienst und im Krankenhaus versorgt.  In der Folge sammelten sich laut Mitteilung eine Vielzahl von Bewohnern an, die sich in der Masse aber nicht aktiv an der Auseinandersetzung beteiligten. Die Stimmung war dennoch aufgeheizt und aggressiv. Sie konnte durch den Sicherheitsdienst beruhigt werden. Bei Eintreffen der rund 60 Polizeikräfte war die Lage bereits weitestgehend ruhig, die meisten Personen hatten sich zerstreut, so die Polizei. Zwei der drei Palästinenser konnten nach Polizeiangaben mittlerweile vorläufig festgenommen werden, der dritte ist flüchtig.  Zweimal musste zuletzt die Polizei am Mittwochabend mit starken Kräften zur LEA ausrücken. 

Aktueller Belegungsstand der LEA

Derzeit sind deutlich über 1000 Personen in der LEA Ellwangen untergebracht. Laut Stadtinfo waren es am 20. September 1119, davon 851 Männer, 115 Frauen und 153 Kinder. Die mit Abstand stärkste Nationalität bilden die Syrer mit 618 Personen, zweitstärkste Gruppe sind Menschen aus der Türkei (112), drittstärkste Afghanistan (89). 42 Personen sind aus der Ukraine. 

60 Einsatzkräfte der Polizei und zahlreiche Rettungsdienst-Mitarbeiter sind am Freitagabend bei einer Auseinandersetzung in der LEA in Ellwangen im Einsatz.
Auch ein Rettungsubschrauber ist vor der LEA gelandet. Es soll vier Verletzte geben.

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