Montagsspaziergang in Ellwangen weiterhin geduldet

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Rund 200 Menschen nahmen am letzten „Montagsspaziergang“ teil und sangen am Marktplatz Lieder. Archivfoto: gek
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Wie die Stadt Ellwangen weiter mit den stummen Protesten verfährt.

Ellwangen. Die „Montagsspaziergänger“, die sich mutmaßlich gegen eine Impfpflicht und die Coronaverordnungen richten, werden von Woche zu Woche mehr. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Infektionen mit der neuen Omikron-Variante. In dieser Situation hat der Landrat Dr. Joachim Bläse erklärt, bei den Montagsspaziergängen handle es sich um anmeldepflichtige Veranstaltungen.

Die Oberbürgermeister der drei großen Kreisstädte haben das weitere Vorgehen mit dem Landrat abgestimmt. Sie wollen die „Spaziergänge“ weiter auch ohne Anmeldung dulden und erst Eingreifen, wenn es zu Verkehrsbehinderungen, Sachbeschädigungen oder Verstößen gegen Abstandsgebot und Maskenpflicht kommt. Solche Verstöße waren bislang immer zu beobachten. Künftig sollen sie mit 300 Euro geahndet werden.

„Wir werden Einschreiten, wenn das Verhalten der Teilnehmenden nicht mehr tragbar ist“, erklärt Oberbürgermeister Michael Dambacher. „Polizei und Ordnungsamt müssen das im Einzelfall entscheiden und ich beneide die Beamten nicht um diese schwierige Aufgabe.“ Für den kommenden Montag wurde in Ellwangen eine Gegendemonstration angemeldet.

Gerhard Königer

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