Gemeinde ist Zugpferd der Raumschaft

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Das Rathaus in Unterschneidheim.
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Eine Studie der Uni Augsburg zeigt, wo Handlungsbedarf besteht und wo es gut läuft in Unterschneidheim.

Unterschneidheim. Der Ostalbkreis hat für die Gemeinden Bopfingen, Riesbürg, Kirchheim und Unterschneidheim eine Standort- und Wirtschaftsanalyse in Auftrag gegeben. Michael Hueber von der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes hat in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend in der Alten Schule in Geislingen vorgestellt, was die Uni Augsburg zum Status Quo sagt. Und was sie angesichts dessen für Unterschneidheim empfiehlt.

Forschung und Innovation, Ausbildung und Fachkräfte, Einkommen und Kaufkraft, Verkehr, Wirtschafts- und Infrastruktur und mehr hat die Uni in der Raumschaft Bopfingen unter die Lupe genommen. Unterschneidheim sei mit über 239 Neubürgern in den vergangenen zehn Jahren ein Zugpferd in der Raumschaft, erläuterte Hueber die Ergebnisse der Studie. Allerdings gehe es Unterschneidheim nicht besser als Vergleichsgemeinden: Die jüngere Bevölkerung verlässt das Gebiet, um anderswo zu studieren oder zu arbeiten. „Damit hat im Prinzip der ganze Landkreis zu kämpfen“, so Hueber. In Sachen Arbeitslosenquote sehe es gut aus in der Raumschaft. Diese entwickle sich nach unten. Auch bei der Anzahl der Unternehmen gebe es eine konstant gute Entwicklung und entgegen des allgemeinen Trends relativ viele Azubis. Da gelte es, dranzubleiben.

„Richtig gute Entwicklung“ bei Arbeitsplätzen

„Bei der Beschäftigungsentwicklung kann Unterschneidheim einen richtig guten Wert aufweisen“, berichtete Michael Hueber. In den vergangenen zehn Jahren hätten die Unterschneidheimer Unternehmen knapp 200 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Gewerbesteuereinnahmen pro Kopf seien in der Raumschaft eher niedrig. Das liege an den flächenintensiven Betrieben mit nicht so hoher Anzahl an Mitarbeitern.

„Wir haben uns bereits ans Umsetzen der Handlungsempfehlungen aus der Studie gemacht“, sagte Bürgermeister Johannes Joas. Erste aufschlussreiche Gespräche mit den örtlichen Unternehmen hätten stattgefunden. „Mit diesem Papier kann es nicht getan sein.“ Jetzt gehe es darum, etwas draus zu machen.

Bewerbung als Schwerpunktgemeinde denkbar

Hueber denkt an eine Bewerbung zur Anerkennung als Schwerpunktgemeinde oder Schwerpunktverbund mit einer benachbarten Gemeinde im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum für eine priorisierte Förderung, an spezifische Beratung, „um den Unternehmen durch den Dschungel der Förderangebote durchzuhelfen“; an die gezielte Einbindung von Unternehmen in Zukunftsfelder und daran lokal die Fachkräftekompetenz zu stärken.

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