Gold, Silber und Bronze wert

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Die für 15, 25 und 40 Jahre aktiven Dienst Geehrten der Unterschneidheimer Feuerwehr. Mit dabei: Bürgermeister Johannes Joas (l.), Kommandant Anton Liebhaber (r.) und Kreisbrandmeister Otto Feil.
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Die Feuerwehr Unterschneidheim hatte ihre erste Jahresversammlung nach zweijähriger Corona-Pause mit einem pickepackevollen Programm.

Unterschneidheim

Zwei Jahre coronabedingte Versammlungspause hat auch die Unterschneidheimer Feuerwehr gespürt. Aufgrund des pickepackevollen Programms hatte der Feuerwehrausschuss daher diesmal beschlossen, auf den Gottesdienst zu Beginn der Versammlung zu verzichten.

In der Zöbinger Gemeindehalle standen 39 Beförderungen aus den Abteilungen Zipplingen, Zöbingen und Unterschneidheim an, 14 Ehrungen sowie 18 Neueinstellungen. Im kommenden Jahr will man aber wieder an die Gottesdienst-Tradition anknüpfen.

Seit der vergangenen Hauptversammlung im Jahr 2020 wurden die Abteilungen 30 Mal alarmiert, berichtete Kommandant Anton Liebhaber. Insgesamt seien 783 Einsatzstunden geleistet worden - bei einem Großbrand, einem Mittelbrand 9 Kleinbränden, 13 Technischen Hilfeleistungen und 6 Fehlalarmen. In den vergangenen beiden Jahren habe zudem kein regulärer Übungsbetrieb stattfinden können. Lehrgänge wurden abgesagt, ebenso die Leistungsabzeichen.

Dass der Ausbildungsstand gut ist, belegte der Kommandant mit weiteren Zahlen: Von den 126 aktiven Kameraden haben 110 die Grundausbildung, 113 den Sprechfunkerlehrgang, 87 den Atemschutzlehrgang, 44 den Maschinistenlehrgang und 82 den Truppführerlehrgang besucht. Somit habe jeder im Durchschnitt 4,7 Lehrgänge besucht.

2024 endet Liebhabers Amtszeit als Kommandant. Am Samstag wurde er, neben Löschmeister Manfred Lechner, für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehrehrenabzeichen in Gold geehrt.

Nach einem Grußwort von Walxheims Ortsvorsteher Arno Kleinhans blickte Schriftführer Stefan Deeg zurück auf die unterschiedlichen Einsätze der vergangenen zwei Jahre .

Anton Müller, Leiter der Altersabteilung, merkte an, dass aus den Reihen seiner Abteilung, die aus 30 Mitgliedern besteht, in der Pandemie drei Kameraden gestorben seien.

„Sie stehen immer parat, stellen eigene Interessen und die Familie hinten an“. Dies könne man nicht hoch genug anrechnen, lobte Bürgermeister Johannes Joas.

Im Anschluss folgten die Beförderungen sowie die Ehrungen, bei denen die jeweiligen Abteilungskommandanten die Laudation übernahmen.

Kreisbrandmeister Otto Feil, der noch bis Juli im Amt ist, konnte viermal das Feuerwehrehrabzeichen in Bronze für 15 Jahre, achtmal das Feuerwehrehrabzeichen in Silber und zweimal in Gold überreichen. In seinem Grußwort sagte er, dass der Digitalfunk komme, sei klar. Die Leitstelle sei bereits digitalfunkfähig gemacht worden. Nun müssten noch die Feuerwehren mit den entsprechenden Geräten ausgerüstetwerden. Aber wie auch in der Automobilbranche fehle es an den nötigen Chips.

Geehrt wurden für 15 Jahre mit dem Feuerwehrehrabzeichen in Bronze: Stefan Graf, Heiko Hammele, Kevin Krämer und Georg Taglieber.

Für 25 Jahre wurden mit dem Feuerwehrehrabzeichen in Silber geehrt: Berthold Gloning, Gerhard Gloning, Bernd Wetschenbacher, Peter Meier, Rainer Hackspacher,Gerhard Hammele, Alois Hönle und Thomas Uhl.

Für 40 Jahre mit dem Feuerwehrehrabzeichen in Gold wurden geehrt: Manfred Lechner und Anton Liebhaber.

Sie stehen immer parat, stellen eigene Interessen und die Familie hinten an.“

Johannes Joas, Bürgermeister

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