Nicht mehr Flexibilität für Zöbingen

Warum der Antrag des Elternbeirats des Kindergartens abgelehnt werden muss und was das Ziel ist.

Unterschneidheim. Der Elternbeirat des Kindergarten Zöbingen hatte im September 2021 flexible Betreuungsangebote beantragt. Da Eltern nicht an jedem Tag gleich lange arbeiten, gibt es den Wunsch nach flexibler Betreuung im Kindergarten, beispielsweise zwei Tage Ganztagesbetreuung, drei Tage verlängerte Öffnungszeit. Dies würde den Familien mehr alltagsangepasste Entlastung und niedrigere Kindergartenbeiträge bringen – Kindergarten und Verwaltung aber einen immensen Mehraufwand. Und den Kindern selbst weniger Routine und Struktur in ihrem Alltag, wie Bürgermeister Johannes Joas aus seinen Gesprächen mit der Kindergartenleitung und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg mitbrachte. Daher war der Antrag des Elternbeirats abgelehnt worden.

Dieser hatte daraufhin zu Jahresbeginn eine Umfrage unter den Eltern gemacht. 23 von rund 60 hatten sich beteiligt, 15 davon Bedarf für eine flexible Betreuung angemeldet. „Wir können den Wunsch absolut nachvollziehen“, sagte Joas am Montagabend in der Sitzung des Gemeinderats. Dagegen spreche aber der enorme Verwaltungsaufwand. Außerdem: „Wir sind mit den zeitgemischten Gruppen in Zöbingen auf einem wahnsinnig hohen Level.“ Hauptamtsleiter Jan-Erik Bauer ergänzte, in anderen Einrichtungen im Land gehe es darum, Betreuungszeiten einzuschränken. Einfach, weil es an Personal fehle. „Wir haben an anderen Orten in der Gemeinde eine viel schwierigere Situation bei der Kinderbetreuung.“ In Zöbingen eine noch größere Flexibilität zu schaffen, sei „den betroffenen Eltern dort gegenüber nicht darstellbar“, bezog Joas Stellung. Bei einer Enthaltung entschied der Rat, den Antrag des Elternbeirats abzulehnen. „Wir wollen ganz bestimmt keine Betreuungszeiten reduzieren, sondern die Zeiten halten“, so Joas. Dies sei Herausforderung genug. pe

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