Unterschneidheim hat 2022 viel vor

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Die Kinderbetreuung wird eine der Hauptaufgaben Unterschneidheims im kommenden Jahr. Es fehlen Kindergartenplätze, ganz besonders hier in Zipplingen.
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Bürgermeister Johannes Joas blickt auf das Jahr 2021 zurück, in dem viel erledigt wurde. Feuerwehr, Kinderbetreuung, Rathausneubau und Abwasserbeseitigung sind die Themen 2022.

Unterschneidheim

Das war unser Jahr. Unter diese Überschrift hat Bürgermeister Johannes Joas seinen ersten Jahresrückblick in der Jahresschlusssitzung des Gemeinderats in der Zöbinger Gemeindehalle gestellt. Er erinnerte an Hermann Volk, Walter Gauß, Agnes Parnitzke, Alfons Deeg, Walter Schneider, Wilhelm Michel, Titus Sandmeyer, Moritz Hauber und Paul Dambacher. Sie alle seien wertvolle Mitglieder der Gemeinde gewesen.

Erfreulicher die Projekte, die Unterschneidheim umgesetzt hat: Der Spielplatz im „Bückle IV“ in Nordhausen hat eine Einfriedung bekommen, die Badestelle Parkplätze und die Bauern damit Entlastung, Geislingen mit einem neuen Schuppen bei der Alten Schule einen Lagerplatz und die Kiebitze in Sechtenhausen bessere Bedingungen durch eigens angelegt Mulden. „Bei unseren 68 Quadratkilometern Gemeindefläche ist die Gehölzpflege einen riesen Aufgabe.“

Bei den Bauplätzen gab es ein Novum: „Wir mussten zum ersten Mal Kriterien festlegen, wer einen Platz erwerben kann.“ 31 Verkäufe: „Das ist ein Allzeithoch.“

Weitere Punkte in Joas' Rückblick: Zöbingen und Walxheim haben einen Telekom-Sendemasten bekommen, in Walxheim wurde das Baugebiet „Brühl III“ erschlossen, die Verwaltung hatte Landtags-, Bürgermeister- und Bundestagswahl zu bewältigen und die Gemeinde nach 20 Jahren Bürgermeister Nikolaus Ebert verabschiedet.

Joas dankte für seinen herzlichen Empfang. „Im Rathaus wird es einem wirklich leicht gemacht.“ Eine solche Aufnahme im Team sei keine Selbstverständlichkeit.

Überhaupt seien die Veränderungen in der Verwaltung enorm: Bürgermeister, Hauptamtsleiter und Kämmerin – alle neu. „Das ist ein weitestgehender Austausch der Führungsriege.“ Und eine tiefgreifende Veränderung nach Jahrzehnten der Kontinuität.

Außerdem neu: das Onlinestellenportal im Personalamt und die Umstellung auf das neue kommunale Haushaltsrecht.

Weiter erinnerte der Bürgermeister an das Benefizkonzert von Liederkranz und Rieser Trachtenkapelle für die Flutopfer in Kreuzberg an der Ahr, die 20 kV-Leitung in Geislingen oder die Erschließung des ersten Abschnitts des Baugebiets „Unterschneidheim Ost“. „Das war wirklich eine unglaubliche Nachfrage, ein reißender Absatz.“

Die Unterzeichnung der Gas- und Stromkonzessionsverträge mit der EnBW sei etwas Besonderes gewesen, das dies nur alle 20 Jahre ansteht.

Im Sanierungsgebiet „Neue Mitte“ gehe es gut voran, ebenfalls beim Rathausneubau. Die Vereine seien in ihr neues Domizil im Untergeschoss der Mehrzweckhalle eingezogen. Die großen Themen seien Umsetzung der Abwasserkonzeption (Geislingen ist nun an Unterwilflingen angeschlossen) und der Breitbandausbau. „Da haben wir eine Förderquote von 90 Prozent. Ohne die wäre das auch schlicht unmöglich“, fand der Verwaltungschef klare Worte.

2765 Meter Breitband sei in zehn Einzelmaßnahmen verlegt worden. Das habe enormen Aufwand bedeutet. Im neuen Jahr gehe es darum, sich auf die Pflichtaufgaben zu konzentrieren. „Da wird sich der Fokus stark reduzieren auf die Themen Feuerwehr, Kinderbetreuung, Rathausneubau und Abwasserbeseitigung.“

Sorge bereite ihm die immer stärker werdende Spaltung der Gesellschaft. Es gelte, sich auf gemeinsame Werte, Ideale und Prinzipien zu besinnen.

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