Zum Weltbauerntag: Landwirt Hubertus Holz hat jeden Tag Urlaub

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Hubertus Holz bewirtschaftet Flächen in Essingen, im Ostalbkreis und im Kreis Heidenheim. Aktuell ist er mit dem Säen von Mais beschäftigt.
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Für Hubertus Holz ist Landwirt der beste Beruf der Welt. Er kümmert sich um eine Biogasanlage, 600 Schweine, 70 Hektar Wald und Felder im Ostalbkreis und im Kreis Heidenheim.

Steinheim-Irmannsweiler

Heute ist sein Tag – und der von zig weiteren Landwirtinnen und Landwirten. Zum „Weltbauerntag“, der jährlich am 1. Juni startet, erklärt Hubertus Holz, warum Landwirt für ihn der beste Beruf auf der Welt ist.

Die Sonne strahlt, kein Wölkchen am Himmel – bestes Wetter, um Mais zu säen. Der 32-Jährige aus Irmannsweiler ist seit 7 Uhr auf den Beinen und hat Trekker & Co. für die anstehende Feldarbeit vorbereitet.

Für Hubertus Holz war immer klar: Ich werde Landwirt. Etwas anderes machen, das sei ihm nie in den Sinn gekommen. Nach den Ausbildungen zum Landwirt und zum Technikermeister stieg er auf dem Hof seiner Eltern vor zehn Jahren ein. Er kümmert sich gemeinsam mit seiner Mutter und zwei Helfern um die Biogasanlage, 600 Schweine, 70 Hektar Wald und Felder im Ostalbkreis und im Kreis Heidenheim.

Im Örtchen Irmannsweiler, das kurz hinter der Gemarkungsgrenze Essingens liegt, ist Holz einer der jüngsten Landwirte. Was treibt ihn an? „Der Beruf ist wahnsinnig abwechslungsreich. Man hat mit der Natur, Tieren und Pflanzen zu tun“, sagt er. Und sowieso: „Als Landwirt hat man jeden Tag Urlaub. Es ist doch richtig schön hier“, sagt Holz und blickt über Höfe und Felder. Ein Landwirt müsse technisch und betriebswirtschaftlich fit sein. Denn ein Bauernhof ist ein Unternehmen. Schwankende Rohstoffpreise, Rechnungen schreiben, Formulare ausfüllen – Landwirtinnen und Landwirte müssen den Fahrersitz auf dem Traktor mehrmals in der Woche mit dem Schreibtischstuhl tauschen. „Wenn ich ins Büro muss, ist mein Urlaub vorbei.“ Denn die Politik mache es mit vielen Vorgaben Bauern nicht gerade einfach.

Und, Herr Holz, wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich von der Politik wünschen? „Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und dass sie mehr auf die Basis hören“, sagt 32-Jährige, der im vergangenen Jahr seine Frau Katharina Holz geheiratet hat.

Hubertus Holz ist ein Mensch, der die Dinge positiv sieht. Wegen des Wetters etwa macht er sich keine Gedanken. „Ich habe noch nie so spät Mais gesät“, sagt der Landwirt, dessen Biogasanlage Wärme für Irmannsweiler und Strom für ein Dorf in der Größe von Bartholomä produziert. Doch alles habe seine guten und schlechten Seiten. Für den Wald und das Getreide sei das Wetter prima gewesen. Die aktuelle Jahreszeit ist für den Landwirt die spannendste. „Man kann draußen sein und sehen, wie alles wächst und gedeiht.“ Dinkel, Emmer, Mais und Rüben wachsen auf seinen Feldern. Sonntags spaziert Holz gerne an seinen Flächen entlang, um den „Erfolg seiner Arbeit“ zu begutachten, doch bis das klappt, muss erst mal Saatgut auf die Felder.

Seit 2002 startet der Weltbauerntag jährlich am 1. Juni. Der internationale Aktionstag weist unter anderem auf die Probleme der Landwirtschaft durch geringe Milch- und Brotpreise hin. Anlass war die Expo 2000 mit dem Motto „Mensch, Natur und Technik – eine neue Welt entsteht“.

Man kann draußen sein und sehen, wie alles wächst und gedeiht.“

Hubertus Holz, Landwirt

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