Einigkeit: Ebnater Politik soll ein Ehrenamt bleiben

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Jurahalle bekommt Grünschnitt-Container und die öffentlichen Flächen mehr Pflanzen.

Ebnat. Der Ortschaftsrat Ebnat hat sich in seiner jüngsten Sitzung zahlreichen Themen gewidmet: Der neue Containerplatz an der Jurahalle stand ebenso auf dem Programm wie Straßensanierungen und Geld für die Politiker.

Neuer Containerplatz in Aussicht

Die Leiterin des Grünflächenamtes, Maya  Kothe, hat die Planung für den Grünschnitt-Container  an der Jurahalle vorgestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 90 000 Euro, davon entfallen 75 000 Euro auf Baukosten und 15 000 Euro auf Planungskosten. Die Stellfläche des Grünschnitt-Containers wird neben der Fläche der Glas- und Blech-Container  versenkt hergestellt. Ortsvorsteher Manfred Traub zeigte sich zufrieden, dass der Container – wie vom Ortschaftsrat gewünscht -  von oben befüllt werden kann. Ein Teil der Böschung  zwischen Parkplatz und Festplatz werde abgetragen und mit Stützwand für den Grünschnittcontainer befestigt, erklärte Maya Kothe. Damit ausreichend Platz für den Abwurf des Schnittguts vorhanden ist, wird der vorhandene Stellplatz der Blech- und Glascontainer nach Osten erweitert. Die abgesenkte Stellfläche des Containers wird oberhalb durch ein Geländer gesichert. Von einer „zukunftsträchtigen Lösung“ sprach Ortsvorsteher Manfred Traub. „Eine überfällige Maßnahme, aber lieber spät als nicht“, fügte Stefan Spiller hinzu. Für den Umbau steht noch ein zeitliches Fragezeichen im Raum, weil überplanmäßig noch 70000 Euro  aus der Investitionsstelle „Naturnaher Stadtraum“ zur Verfügung gestellt werden müssen. „Es besteht Hoffnung, dass wir die Maßnahme noch dieses Jahr verwirklichen können“, so der Ortsvorsteher.

Mehr Grün für Ebnat

Ortsvorsteher Manfred Traub gab bekannt, dass er demnächst mit dem Leiter des Tiefbauamts in Ebnat unterwegs sei. Es gehe dabei um Straßensanierungen, aber auch um die Pflanzsituation in öffentlichen Flächen. Mehr Grün für Ebnat stehe auf der Agenda.  In dieselbe Kerbe hob Stefan Spiller, als er den Räten „pflanznackte Bilder“ vom Platz am Pavillon, am Bärenplatz oder an der Schule präsentierte. „Wir haben den Blick drauf und wir bekommen Rückenwind durch mehr Personal“, erklärte die Leiterin des Grünflächenamts Maya Kothe. Das Thema habe schließlich auch etwas „mit der Qualität der Stadt und mit Artenvielfalt zu tun.“

Kein Geld für Fraktionssitzungen

Der Ortschaftsrat hat sich einstimmig gegen eine Entschädigung für Sitzungen der Fraktionen ausgesprochen. 

Es ging im Ortschaftsrat um eine Meinungsbildung, die endgültige Entscheidung über einen Antrag der CDU-Fraktion im Rahmen der Haushaltsreden fällt am Donnerstag, 30. Juni, im Gemeinderat. Die Ortsvorsteher hätten mehrheitlich gegen eine Entschädigung plädiert. „Ich bin dafür, dass es bei der bisherigen Satzung für ehrenamtliche Tätigkeit bleibt“, unterstrich Ortsvorsteher Manfred Traub.

Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter erhalten Sitzungsgeld, das sei genug, erklärte Stefan Spiller. Aalen sei im Vergleichsfeld der Kommunen mit oben dabei. Spiller wie auch in der Folge Andreas Krämer betonten, dass die Ortschaftsräte ein Ehrenamt absolvierten, dies solle im Fokus stehen.  „Wenn Kosten überall in die Höhe gehen, ist  auf der anderen Seite eine weitere Entschädigung für  Fraktionssitzungen dem Bürger nicht zu vermitteln“, ergänzte Manfred Klopfer. 

So stimmte der Rat ab

Der Sachstandsbericht zum Innenentwicklungsmanagement wurde einstimmig befürwortet und auch für die Auslobung des Sonderpreises Baukultur wurde einhellig zugestimmt. Mit 1:7-Stimmen lehnte der Ortschaftsrat die von der Verwaltung vorgeschlagene Anpassung der Förderrichtlinie ab. Ortsvorsteher Traub merkte an, dass  Bauwillige realistisch gesehen keine große Chance hätten, den Zuschlag für Innenentwicklung zu bekommen. Letztlich seien sie gezwungen, im Außenbereich zu bauen. „Auch ich finde keine Argumente für die Anpassung“, fügte Stefan Spiller hinzu. Für die Anpassung votierte nur Ortschaftsrat Andreas Nieß (Grüne).

  Lothar Schell

Eine Entschädigung ist dem Bürger nicht zu vermitteln.“

Manfred Klopfer, Ratsmitglied

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