Braun will Betriebe fürs Internet rüsten

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Benjamin Braun übernimmt das Ruder beim HGV Westhausen.

Wer der neue Mann an der HGV-Spitze ist.Das sind seine Frischer-Wind-Pläne.

Westhausen. Benjamin Braun: Er ist der neue Kopf des HGV Westhausen, am Donnerstagabend frisch und einstimmig gewählt. Der studierte Jurist ist 36, stammt aus dem Remstal, ist „der Liebe wegen“ vor eineinhalb Jahren in die Ecke Westhausen/Lauchheim gezogen. Seine Frau Nadine ist gebürtige Lauchheimerin. Sie hat ein Fotostudio in Westhausen, er gleich zwei Firmen. „Braun Datenschutz“, eine Kanzlei für Datenschutz und IT-Sicherheit, die er aus Schorndorf nach Westhausen verlegt hat, und „Braun Medien“, 2020 gegründet.Was ihn bewogen hat, als quasi Neumitglied des Vereins gleich für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren und dieses Ehrenamt zu übernehmen, obwohl er beruflich viel zu tun hat, erklärt er so: „Ehrenamt war mir von jeher wichtig. Ich bin seit 2006 Gründungsmitglied und Präsident des Jugend- und Behindertenwerks Neckar-Alb.“ Es sei schwierig, Nachwuchs zu finden. „Ich möchte aktiv im Ort das Geschehen mitgestalten und frischen Wind hier reinbringen. Wir sind in der Pandemie gefangen. Aber ich wünsche mir, dass wir uns da gemeinschaftlich Hand in Hand da herausarbeiten“, wandte er sich an die Vereinskollegen. Netzwerkarbeit sie ihm wichtig, Erfahrungsaustausch. Um dann auch „in schwierigen Zeiten große Dinge bewegen zu können“. Sein Plan dafür: Er wolle einen Beratungsschwerpunkt im Bereich E-Commerce, elektronischem Hand setzen. „Hier möchte ich die Mitglieder an die Hand nehmen.“ Nicht jeder sei da gut aufgestellt, dieser Bereich werde aber immer bedeutender. Kleine Handwerksbetriebe, Bäcker oder Friseure seien in Google oft nicht zu finden. Für die junge Käuferschaft sei das aber wichtig.
Betrieben, die nicht so den Zugang zum Thema Internet hätten, sich vor der neuen Thematik scheuten, will er mit Workshops helfen, „ihre Hemmschwelle zu senken“. Zeigen, „wie viel mit wenig finanziellen Mitteln und geringem Aufwand möglich ist“. In der Pandemie gelte es, den Spagat zu schaffen zwischen normalem Geschäftsbetrieb und dem zu Coronabedingungen. Da müsse eine Brücke geschlagen werden. Das Internet lasse sich dafür als Hilfsmedium nutzen. „Wir müssen Aktionen machen für die unterschiedlichen Käuferkreise. Lokal und im Internet.“ Präsenz zu zeigen, sei ganz wichtig. Gerade in dieser Zeit.
Vorgenommen habe er sich Beratungs- und Hilfsangebote für die Vereinsmitglieder, beispielsweise bei Fragen wie „Wer ist für mich der richtige Ansprechpartner? Wo bekomme ich Unterstützung? Wie kann ich etwas beantragen?“ Dazu will Braun externe Berater, Spezialisten auf diesem Gebiet, ins Boot holen.
Wert legt er auf den Erfahrungsaustausch. Mit einem Newsletter will er mit den Mitgliedsbetrieben in den Diskurs gehen, schauen, wo bei wem der Schuh drückt und das dann im Einzelnen besprechen.
Panja Tillmann-Mumm

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